Höhere Preise für Tabak, Mieten oder Restaurantbesuche lassen die Teuerungsrate in Europa wieder um 0,6 Prozent ansteigen - das sind 0,4 Punkte mehr als zuvor. In der Euro-Zone sind die Preise hingegen gefallen: Im August betrug die jährliche Teuerungsrate minus 0,2 Prozent nach minus 0,7 Prozent im Vormonat, teilte die Europäische Statistikbehörde Eurostat mit und bestätigte damit eine frühere Schätzung.
Im Juni war die jährliche Teuerungsrate im Euro-Gebiet erstmals seit Einführung der gemeinsamen Währung vor gut zehn Jahren unter Null gefallen. Nach den Regeln der Europäischen Zentralbank (EZB) ist Preisstabilität im gemeinsamen Währungsgebiet bei einer Rate von bis zu 2 Prozent gewährleistet.
Die monatliche Rate betrug in den beiden Gebieten im August jeweils 0,3 Prozent. Vor einem Jahr lag die Jahresrate im Euro-Gebiet bei 3,8 Prozent, in der EU bei 4,3 Prozent. Deutschland schnitt im vergangenen Monat mit einer Jahresrate von minus 0,1 Prozent ab.
Die EU-Kommission rechnet für das Gesamtjahr im Eurogebiet mit einer Teuerung von 0,4 Prozent, in der EU von 0,9 Prozent.