Der Deutsche Ethikrat kritisiert gesetzliche Grauzonen bei Experimenten mit Mischwesen aus Mensch und Tier. Angesichts der rasanten Entwicklung der Forschung bis hin zur bereits möglichen Erzeugung dieser Chimären genannten Kreuzungen warnte das Gremium am Dienstag davor, die "biologische Artgrenze zwischen Mensch und Tier" infrage zu stellen.
Stärkerer Embryonenschutz
In einer in Berlin veröffentlichten Stellungnahme plädierte der Ethikrat dafür, im Embryonenschutzgesetz schärfere Grenzen zu ziehen. Das bereits bestehende Verbot, menschliche Embryonen auf ein Tier zu übertragen oder Organismen mit Erbinformationen verschiedener Individuen zu erzeugen, solle erweitert werden: Der Ethikrat forderte ein Verbot der Übertragung tierischer Embryonen auf den Menschen. Bislang ist der Umgang mit sogenannten Mensch-Tier-Zybriden, tierischen Eizellen mit menschlichem Kern, gesetzlich nicht geregelt.