Die Ausfuhren sind im Februar kalender- und saisonbereinigt um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Es war bereits das fünfte Minus in Folge. Allerdings hat sich der Absturz deutlich verlangsamt. Im Januar war es um 7,4 Prozent nach unten gegangen. Diesen Wert mussten die Statistiker noch einmal nach unten revidieren. Ursprünglich hatten sie ein Minus von 4,4 Prozent ermittelt.
Deutschlands exportabhängige Wirtschaft leidet besonders unter der weltweiten Wirtschaftskrise. Ökonomen erwarten, dass der Welthandel in diesem Jahr so stark einbricht, wie noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Für Deutschland könnte das bedeuten, dass die Ausfuhren um ein Drittel gegenüber dem Vorjahr sinken. Der Außenhandelsverband BGA erwartet bisher ein Umsatzminus von 15 Prozent.
Der Vorjahresvergleich fällt noch drastischer aus. Gegenüber Februar 2008 betrug das Minus 23,1 Prozent. Insgesamt exportierten die deutschen Unternehmen Waren im Wert von 64,8 Mrd. Euro. Die Einfuhren fielen ebenfalls deutlich um 16,4 Prozent auf 56,2 Mrd. Euro. Zum Vormonat nahmen die Ausfuhren kalender- und saisonbereinigt um 0,7 Prozent und die Einfuhren um 4,2 Prozent ab.