Die Zahl der neu aufgebauten größeren Betriebe im ersten Halbjahr 2008 sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Prozent auf 78.000 gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Die Schließungen nahmen im selben Zeitraum um 0,8 Prozent auf 65.000 zu.
Bei der Gründung von Kleinunternehmen habe es einen Rückgang um gut zehn Prozent auf 147.000 gegeben. Schließen mussten mit 162.000 rund 1,8 Prozent weniger.
Nebenerwerb im Aufwind
Die Gründung von nebenerwerblichen Betrieben nahm hingegen um 3,3 Prozent auf 126.000 zu. "80 Prozent aller neuen Firmen sind Kleinunternehmen, die von Arbeitslosen aus der Not heraus gegründet werden", sagte eine Statistikerin. Bei einer guten Wirtschaftslage fänden diese Menschen dann leichter wieder eine Festanstellung. 65.000 Nebenerwerbsbetriebe wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres aufgegeben.
Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen ging um 3,1 Prozent auf 427.000 zurück. Hier werden nicht nur Betriebsgründungen im Haupt- und Nebenerwerb mitgezählt, sondern auch Verlagerungen, Umwandlungen oder Übernahmen.