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Merken   Drucken   24.08.2012, 11:39 Schriftgröße: AAA

Angry Kremlins: Computerspiel gegen Pussy-Riot-Urteil

Ein Softwareentwickler hat eine besondere Idee, um auf den Prozess gegen die russische Punkband aufmerksam zu machen: In Anlehnung an das Kultspiel "Angry Birds" können Nutzer bei "Angry Kremlins" auf maskierte Pussy-Riot-Mitglieder schießen.
© Bild: 2012 DPA/Bildfunk/Screenshot
Ein Softwareentwickler hat eine besondere Idee, um auf den Prozess gegen die russische Punkband aufmerksam zu machen: In Anlehnung an das Kultspiel "Angry Birds" können Nutzer bei "Angry Kremlins" auf maskierte Pussy-Riot-Mitglieder schießen.

Aus Protest gegen die Gefängnishaft für drei Frauen der russischen Punkband Pussy Riot hat ein Softwareentwickler in Estland das Computerspiel "Angry Kremlins" veröffentlicht. In dem Browsergame zielen die Spieler in Anlehnung an das Kultspiel "Angry Birds" mit den Köpfen von Patriarch Kirill und Präsident Wladimir Putin auf drei maskierte Pussy-Riot-Mitglieder. "Mit dem Spiel möchte ich mehr Aufmerksamkeit auf den unfairen Prozess lenken", sagte Entwickler Magnus Vulp der Nachrichtenagentur dpa.

Ziel: Unruhen niederschlagen

Pro Treffer gibt es 666 Punkte - die symbolische Zahl des Teufels. Sind alle drei Sängerinnen mit Hilfe der beiden Amtsträger abgeschossen, erscheint der Schriftzug "You defeated those riots" ("Sie haben diese Unruhen niedergeschlagen").

Die drei Musikerinnen Nadeschda Tolokonnikowa, 22, Maria Aljochina, 24, und Jekaterina Samuzewitsch, 30, waren vor einer Woche nach einer kremlkritischen Aktion in der Moskauer Erlöserkathedrale wegen "Rowdytums aus religiösem Hass" zu zwei Jahren Haft verurteilt worden.

"'Angry Kremlins' ist kein Spiel im eigentlichen Sinne, sondern ein Weg, um Meinungsfreiheit zum Ausdruck zu bringen und meinen kleinen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Freiheit zu leisten", sagte Vulp. "Niemand hat es bestellt, gewollt oder bezahlt." Auch in Russland ist das Spiel bereits ein Hit, nachdem ein prominenter Putin-Kritiker in seinem Blog darauf hingewiesen hatte.

  • dpa, 24.08.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
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