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14.11.2011, 21:06
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Euro-Krise greift auf Osteuropa über
Nicht nur die Mitglieder der Gemeinschaftswährung, auch andere EU-Staaten geraten in den Schuldenstrudel: In Ungarn stürzt der Forint auf ein Rekordtief, die Regierungen in Budapest und Bratislava können neue Staatspapiere nicht losschlagen.
von Doris Grass Frankfurt
Ungarn und andere osteuropäische Länder geraten immer stärker in den Sog der Euro-Krise. Ungarn musste am Montag eine Auktion von Geldmarktpapieren abblasen, weil sich nicht genügend Interessenten für die Papiere fanden. Ursprünglich hatte das Land sechswöchige Schatzwechsel über 50 Mrd. Forint (157 Mio. Euro) platzieren wollen. Es gingen nur Gebote über 39 Mrd. Forint ein.
Auch die Slowakei sagte eine geplante Auktion fünfjähriger Staatsanleihen über 150 Mio. Euro mangels Nachfrage ab. Händler machten dafür auch die wenig erfreulich verlaufene Auktion neuer italienischer Staatsanleihen verantwortlich. Das Land musste für die Papiere Rekordzinsen zahlen. "Wir sind enttäuscht, aber dies reflektiert mehr oder weniger allein die Lage in Europa und vor allem in Italien", sagte Daniel Bytcanek, Chef der slowakischen Schuldenagentur.
Ein Blick auf die ungarische Hauptstadt Budapest: Ungarn kämpft derzeit an zwei Fronten
Ungarn kämpft derzeit an zwei Fronten. Das Land drücken spezifische eigene Probleme. So wachsen die Sorgen, die Bonitätsnote des Landes könne auf Ramschniveau herabgestuft werden. Analysten fürchten, dass Budapest in diesem Fall gänzlich von den Kapitalmärkten abgeschnitten wird.
Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte die Bonitätsnote Ungarns jüngst auf die Beobachtungsliste mit negativem Ausblick gesetzt. Grund seien die unberechenbare Politik der Regierung und schwache Wachstumsaussichten. Ähnlich hatte sich vergangene Woche auch der Konkurrent Fitch geäußert.
Teil 2: Gefährliche Franken-Kredite
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Aus der FTD vom 15.11.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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