Es ist noch nicht lange her, da steckte Toyota in der Krise: General Motors (GM) löste im Januar die Japaner als weltweit größter Autobauer ab, Volkswagen holte mit großen Schritten auf.
Nun schlägt Toyota zurück - was bei genauerem Hinsehen kaum überrascht, denn hinter der vermeintlichen Schwäche der Japaner steckten vor allem Einmaleffekte: der verheerende Tsunami in Japan, Überschwemmungen in Thailand und der Imageschaden wegen angeblicher defekter Bremspedale in den USA - was sich nie beweisen ließ.
Das starke Comeback muss VW-Chef Martin Winterkorn nicht beunruhigen, aber vielleicht ein wenig Bescheidenheit lehren. Vollmundig hat er das Ziel ausgegeben, bis 2018 Weltmarktführer nach Absatz werden zu wollen. Nicht wenige in Wolfsburg hielten es für durchaus möglich, den Titel schon früher zu holen.
Das allerdings wird jetzt schwierig: Nicht weil VW schwach ist, im Gegenteil, wie die jüngsten Quartalszahlen zeigen. Doch der - neben GM - schärfte Konkurrent Toyota ist auf dem wichtigen US-Markt und im Geschäft mit Pick-up-Trucks und SUVs besser aufgestellt und hat eine übersichtlichere Konzernstruktur. Hinzu kommt: Toyota öffnet sich zunehmend für Kooperationen, etwa mit PSA und BMW .
Nun macht es rein betriebswirtschaftlich kaum einen Unterschied, die Nummer eins oder zwei auf dem Planeten zu sein. Der Titel allein verkauft weder mehr Autos, noch steigert er den Gewinn. Vor allem symbolisch birgt er jedoch einen enormen Wert: als PR-Instrument und als Motivation für die eigenen Mitarbeiter.
Gleichzeitig aber ist das Ziel auch gefährlich: MAN , Porsche und Ducati - all diese Marken hat VW erst in den vergangenen Jahren gekauft, sie müssen zuerst integriert werden.
Mit dem Zukauf ist es ja nicht getan, der Konzern muss ganz unterschiedliche Marken, Mitarbeiter, Managertypen und Mentalitäten miteinander vereinen. Gerade Porsche und die Neuausrichtung des Lkw-Geschäfts werden Kräfte binden. Mit zwölf verschiedenen Automarken unter einem Dach ist Volkswagen schon heute der wohl komplexeste Autokonzern der Welt. Winterkorn sollte sich lieber auf die schwierige Integrationsausgabe konzentrieren, als mit aller Macht zum Weltmarktführer aufsteigen zu wollen. Zumal es lohnenswertere Ziele gibt, als die Absatzliste anzuführen. Zum Beispiel die Renditeführerschaft.
Daß die Beamtenstruktur in der BRD reformbedürftig ist, hat "steuerzahler xy" sehr zutreffend - und mit deutlichen Worten - kritisiert. Dem kann ich voll zustimmen.
Lieber “focus“, Sie selbst rasten anscheinend aus, wenn Sie anderen – von deren Geldern sie wahrscheinlich leben – auch noch den Mund verbieten wollen.....die STASI lässt grüssen.
Niemand will hier alle Beamten abschaffen, es geht lediglich darum, die Staatsquote, also die Summe aller Abgaben, auf ein gesundes und verträgliches Maß zurückzuführen. Heute liegt diese Staatsquote in der BRD bei ca. 52%. Dies ist deutlich zu hoch. In den 60er Jahren lag die mal bei ca. 35%, da gings dem Staat und der Wirtschaft noch sehr gut! Firmen wandern deshalb ab – z. B. nach China, wo diese Staatsquote heute bei ca. 30% liegt.
Die Reduzierung gelingt am besten, wenn die Ausgaben des Staates für seine Infrastrukrur, also u. a. für die eigentlich ausschliesslich mit “hoheitlichen Aufgaben“ zu beschäftigenden Beamten auf das Notwendige zurückgeführt werden. Alle heute als Dienstleister tätigen Beamten und Staatsbediensteten können da ohne Schmerz für die Funktion des Staates durch Dienstleistungsfirmen – wie z. B. in der Arbeitsvermittlung oder den Telekom-Diensten bereits geschehen – beschäftigt und entsprechend der Nachfrage am Markt eingesetzt werden. Klar dass sich die Betroffenen Staatsbediensteten (sind Sie auch einer?) nun wehren, da sie auch bei Ausführung von am Markt nicht nachgefragten – also überflüssigen - Dienstleistungen kein persönliches Arbeitsplatz-Risiko tragen.
Erfolgreiche Unternehmen müssen sich einem ständigen Strukturwandel zur Anpassung an die sich verändernden Marktbedingungen unterziehen. Die Staatsbediensteten müssten ebenso ständige Strukturanpassungen - ohne wenn und aber - mitmachen.
Es ist schon erstaunlich, wie wenig Verantwortung für eine funtionierende Wirtschaft von jenen aufgebracht wird, die von der Arbeit derjenigen Menschen leben, die sich täglich dem globalen Wettbewerb stellen und Steuergelder für unseren Staat erwirtschaften…. wahrscheinlich sind sie – focus – einer von diesen verantwortungslosen Gesellen.