17:15Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker hat Großbritannien kritisiert, weil es beim EU-Gipfel Sonderrechte für seine Finanzwirtschaft im Gegenzug für ein Ja zu einer
EU-Vertragsänderung verlangt hatte. "Ich glaube, es macht wenig Sinn, von britischer Warte aus immer nur die Eurozone als sich im Dienste Großbritanniens befindend zu betrachten", sagte der Vorsitzende der Eurogruppe am Freitag nach dem EU-Gipfel in Brüssel.
15:52 Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy werden im Januar der neuen italienischen Regierung nach Angaben von Ministerpräsident Mario Monti einen Besuch abstatten. Die Reformanstrengungen seiner Regierung seien bei dem EU-Gipfel in Brüssel gut angekommen, sagte Monti am Freitag in Brüssel. Die Tatsache, dass Euro-Bonds nicht in der Abschlusserklärung auftauchten, bedeute nicht, dass die Arbeit daran nicht weitergehe.
15:11 Großbritannien bleibt trotz seiner Isolation bei der geplanten Fiskalunion Mitglied der EU. Die Zugehörigkeit zur Europäischen Union liege im britischen Interesse, sagte Premierminister David Cameron am Freitag nach Abschluss des EU-Krisengipfels in Brüssel. Solange das der Fall sei, bleibe das Königreich Mitglied der EU und werde auch Einfluss auf deren Entscheidungen nehmen. Die Niederlande hätten sich bereiterklärt, britische Interessen in der Euro-Zone wahrzunehmen.
14:07 Als erstes Kernland der Euro-Zone sind die Niederlande in eine Rezession gefallen. Nach Prognose der Notenbank schrumpft die Wirtschaft im zu Ende gehenden Quartal um 0,4 Prozent. Bereits im Sommer war das Bruttoinlandsprodukt um 0,3 Prozent zurückgegangen. Von Rezession wird bei mindestens zwei Minus-Quartalen in Folge gesprochen. Die fünftgrößte Volkswirtschaft der Währungsunion leide unter dem schwächeren Welthandel, schreibt die Notenbank.
Für 2012 rechnet sie nur noch mit einem Mini-Wachstum von 0,2 Prozent. Bislang war sie von 1,7 Prozent ausgegangen. "Die verschlechterten Umsatzerwartungen der Unternehmen werden in ein schwaches Investitionswachstum münden", hieß es. "Das verfügbare Einkommen der Haushalte wird fallen, die Sparquote steigen." Die schlappe Konjunktur belastet auch die Staatskasse. Das Haushaltsdefizit dürfte 2012 bei 3,5 Prozent liegen. Um es 2013 wieder unter die in den EU-Verträgen festgelegte Obergrenze von drei Prozent zu drücken, müssten Ausgaben gekürzt werden.