Ende des Wirtschaftsbooms:Irland rutscht in die Rezession
Auf der Insel ist eine 25-jährige Erfolgsgeschichte vorläufig zu Ende: Als erstes Euroland meldete Irland zwei Quartale in Folge eine schrumpfende Wirtschaftsleistung. Das Land leidet unter dem Einbruch des Immobilienmarktes.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging zwischen April und Juni um 0,8 Prozent zurück und sank damit im zweiten Quartal hintereinander, teilte das Amt für Statistik am Donnerstag mit. Im ersten Quartal war die Wirtschaftsleistung um 1,3 Prozent zurückgegangen.
Von einer Rezession wird gesprochen, wenn das BIP in zwei Quartalen hintereinander im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nicht wächst oder zurückgeht. Im vergangenen Jahr war die Wirtschaft Irlands noch um sechs Prozent gewachsen.
In Irland hat es einen massiven Rückgang auf dem Immobilienmarkt gegeben, der zu sinkenden Verbraucherausgaben und einem Einbruch bei den Investitionen geführt hat. Die Europäische Kommission erwartet, dass auch Deutschland, Spanien und Großbritannien bald in die Rezession gleiten.
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