FTD.de » Politik » Europa » Großbritannien zögert bei Finanzaufsicht

Merken   Drucken   04.04.2009, 16:05 Schriftgröße: AAA

EU-Reformpläne: Großbritannien zögert bei Finanzaufsicht  

Erst vor wenigen Tagen sprachen sich die weltweit wichtigsten Staaten für eine besser koordinierte Kontrolle des Sektors aus - auch das Vereinigte Königreich. Von konkreten Vorschlägen aus Brüssel will die Regierung in London nun nichts wissen.
Großbritannien sträubt sich als einziges EU-Land gegen die geplante Reform der national zersplitterten Finanzaufsicht in Europa. Bei einer ersten Diskussion der Finanzminister über die neue Struktur äußerten die Briten Bedenken dagegen, dass die geplanten neuen Gremien einzelnen Ländern bindende Vorgaben machen könnten. Alle anderen Staaten begrüßten einem Diplomaten zufolge den Plan.
"Die Diskussion wird lange dauern, wir müssen einen Konsens finden, den Willen gibt es dazu", sagte der tschechische Finanzminister und amtierende EU-Ratschef Miroslav Kalousek bei dem Treffen der EU-Finanzminister und -Notenbankchefs am Samstag in Prag.
Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) bezweifelte, dass sich das Konzept schon 2010 in die Tat umsetzen lässt, wie es die Europäische Kommission hofft. Doch da die Bundesregierung zu den Vorkämpfern weltweit strengerer Finanzmarktregeln gehöre, wäre es nicht konsequent, neue Aufsichtsstrukturen abzulehnen. "Das generelle Bild war richtig", lobte auch Bundesbankpräsident Axel Weber .
Die EU hat sich eine Reform der Finanzaufsicht vorgenommen, um grenzüberschreitend tätige Banken oder Versicherungen besser überwachen zu können. Denn die Finanzkrise hat Schwächen der national zersplitterten Aufsicht in Europa vor Augen geführt. Die Filialen und Töchter der Institute werden von den Aufsehern in den jeweiligen Ländern kontrolliert, doch die Informationen werden nicht gut genug zu einem Gesamtbild zusammengefasst. Bei der drohenden Pleite einer Großbank wäre zudem nicht geklärt, wie die Regierungen die notwendige Finanzhilfe untereinander aufteilen. Erst am Donnerstag hatten sich zudem die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer der Welt (G20) auf neue Vorgaben zur Regulierung der Finanzmärkte geeinigt - die eine bessere Koordination und Kooperation bei der Aufsicht einschließen.

Dieses ist ein kostenpflichtiger Inhalt der FTD. Bitte melden Sie sich an, um fortzufahren!

Abonnenten
Sie haben kostenlosen Zugang zum Weiterlesen oder Herunterladen. Bitte melden Sie ich mit Ihren Zugangsdaten über die Anmeldebox an.

Nicht-Abonnenten
Wenn Sie Interesse an einem FTD-Abo haben, informieren Sie sich über die verschiedenen Abo-Angebote unter www.ftd.de/abo-vergleich.

Alternativ können Sie für den Zugriff auf den gewünschten Inhalt ein Tagesticket erwerben. Für den Erwerb eines Tagestickets müssen Sie bei uns registriert sein (zur Registrierung). Nach Registrierung melden Sie sich einfach über die Anmeldebox an. Anschließend können Sie das Tagesticket erwerben.

Das Tagesticket bietet für 2,50 € einen 24-Stunden-Vollzugriff auf...

  • ...alle Premium-Artikel auf FTD.de
  • ...das aktuelle ePaper (Zeitung als PDF) und 1-Monats-Archiv der FTD
  • ...die Nachmittagsausgabe FTD 17 Uhr (PDF)
  • ...alle Sonderbeilagen der FTD (PDF)
  • ...alle älteren Ausgaben der FTD über einen Archiv-Zugang
  • ...alle archivierten Online-Artikel
Login

Statten Sie Ihre Mitarbeiter oder Key-Accounts mit dem Informationsangebot der FTD aus. Über Unternehmenslösungen für Abonnements oder Online-Zugänge informiert Sie gern unsere Abteilung Business Cooperations, corporate-solutions(at)ftd.de.

Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.de
Bei Fragen oder Problemen zu Ihrer Einzelverkaufsabrechnung wenden Sie sich bitte direkt an Click & Buy
  • Reuters, 04.04.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  

Den Parameter für die jeweilige Rubrik anpassen: @videoList
  • Wulff-Affäre: Menschen im Hotel

    Die Vorwürfe gegen Bundespräsident Wulff grenzten zuletzt ans Lächerliche, die neuen tun es nicht: Sie legen den Verdacht einer Vorteilsnahme nahe. Es könnte eng werden. mehr

  •  
  • blättern
Tweets von FTD.de Politik-News

Weitere Tweets von FTD.de

FTD-Wirtschaftswunder Weitere FTD-Blogs

alle FTD-Blogs

Newsletter:   Newsletter: Eilmeldungen Politik

Ob Regierungsauflösung oder Umfragehoch für die Linkspartei - erfahren Sie wichtige Politik-Nachrichten, sobald sie uns erreichen.

Beispiel   |   Datenschutz
 



DEUTSCHLAND

mehr Deutschland

EUROPA

mehr Europa

KONJUNKTUR

mehr Konjunktur

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote