FTD.de » Politik » Europa » IWF erhöht Risiko für Deutschland

Merken   Drucken   15.12.2011, 21:01 Schriftgröße: AAA

Euro-Rettung: IWF erhöht Risiko für Deutschland

Die Euro-Rettung kann für den Steuerzahler teuer werden. Die Bundesbank warnt: Eine stärkere Beteiligung des Währungsfonds könne das Ausfallrisiko deutscher Garantien erhöhen.
© Bild: 2011 DPA/Bildfunk/Julian Stratenschulte
Exklusiv Die Euro-Rettung kann für den Steuerzahler teuer werden. Die Bundesbank warnt: Eine stärkere Beteiligung des Währungsfonds könne das Ausfallrisiko deutscher Garantien erhöhen. von Wolfgang Proissl  Frankfurt
Die Bundesbank warnt davor, dass ein größeres Engagement des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Kampf gegen die Euro -Krise die Verlustgefahr für die deutschen Rettungsmilliarden deutlich erhöht. "Die Risikostruktur der deutschen Garantieobergrenze von 211 Mrd. Euro verändert sich, falls der IWF in zusätzlichen Euro-Staaten Programme mit großen Volumen auflegt", hieß es am Donnerstag in Bundesbankkreisen.
Damit signalisiert die deutsche Notenbank Zweifel am jüngsten Gipfelbeschluss der Euro-Staaten, die Kasse des Währungsfonds durch 200 Mrd. Euro an frischen Geldern aufzufüllen. Die Bundesregierung erwartet von der Bundesbank, dass sie davon etwa 45 Mrd. Euro übernimmt. Die Europäer hoffen zudem, dass auch Staaten aus anderen Weltregionen mindestens 100 Mrd. Euro beisteuern.
Kursinformationen und Charts
  Euro 1,25644 USD  [0.00427 +0,34%
Dahinter steht die Furcht, dass mit Italien und Spanien bald die dritt- und die viertgrößte Euro-Volkswirtschaft Notdarlehen brauchen. Für sie wollen die Europäer derzeit aus eigener Kraft nicht genug Geld bereitstellen.
In einem Brief an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat Bundesbankpräsident Jens Weidmann schon am Tag des Gipfelbeschlusses ausführlich vor den Risiken dieser Strategie gewarnt. Im Kern sieht der Währungshüter die Gefahr, dass der sogenannte bevorrechtigte Gläubigerstatus des Fonds das Kreditrisiko der IWF-Finanzhilfen "eine Überwälzung" auf die "übrigen verbleibenden Gläubiger" nach sich zieht:
Da die Kredite des Währungsfonds nach international geltendem Standard immer zuerst zurückgezahlt werden müssen, könnten bei einer Euro-Staats-Pleite Darlehensgeber wie Deutschland oder der Euro-Rettungsfonds EFSF leer ausgehen oder zumindest einen Teil ihres Geldes nicht zurückbekommen.

Teil 2: Die Risiken trägt der deutsche Steuerzahler

  • Aus der FTD vom 16.12.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  

Den Parameter für die jeweilige Rubrik anpassen: @videoList
  • Massaker in Syrien: Russen, bewegt euch endlich!

    Russland stand bisher fest an der Seite des Assad-Regimes. Ob mit Waffen oder mit politischer Rückendeckung, Syrien konnte auf die Russen zählen. Das sollte Moskau schleunigst ändern. mehr

  •  
  • blättern
Tweets von FTD.de Politik-News

Weitere Tweets von FTD.de

  26.05. Der Test zu Pfingsten Kennen Sie sich mit Feiertagen aus?

Wann gilt ein bundesweites Tanzverbot? Existiert ein offizieller Vatertag? In Deutschland gibt es viele gesetzliche und kirchliche Feiertage: Was wissen Sie darüber?

An welchem Feiertag gilt ein gesetzliches Tanzverbot in Deutschland?

Der Test zu Pfingsten: Kennen Sie sich mit Feiertagen aus?

Alle Tests

FTD-Wirtschaftswunder Weitere FTD-Blogs

alle FTD-Blogs

Newsletter:   Newsletter: Eilmeldungen Politik

Ob Regierungsauflösung oder Umfragehoch für die Linkspartei - erfahren Sie wichtige Politik-Nachrichten, sobald sie uns erreichen.

Beispiel   |   Datenschutz
 



DEUTSCHLAND

mehr Deutschland

EUROPA

mehr Europa

INTERNATIONAL

mehr International

KONJUNKTUR

mehr Konjunktur

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote