In den 16 Ländern mit Euro-Währung waren im April 14,58 Millionen Menschen ohne Arbeit, teilte das Europäische Statistikamt Eurostat am Dienstag in Brüssel mit. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote kletterte von 8,9 auf 9,2 Prozent und erreichte damit den höchsten Wert seit September 1999.
Am schlechtesten lief es auf dem spanischen Arbeitsmarkt: Hier stieg die Quote im April abermals um fast einen Prozentpunkt auf 18,1 Prozent, bevor sie im Mai wieder zurückging. Die höchsten Anstiege binnen Jahresfrist verzeichneten Litauen (von 4,3 auf 16,8 Prozent), Lettland (von 6,1 auf 17,4 Prozent) und Estland (von 3,7 auf 13,9 Prozent).
Vergleichsweise glimpflich kamen die niederländischen Beschäftigten davon: Die Arbeitslosenquote lag im April nur bei drei Prozent.
Die Erwerbslosenquote in Deutschland stieg nach der Statistik der Internationalen Arbeitsorganisation ILO binnen Monatsfrist auf 7,7 Prozent. Wegen der schärfsten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg gehen Experten davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland bis 2010 weiter steigen wird.
Die Kurzarbeit hat bisher Schlimmeres verhindert. Die Bundesagentur für Arbeit hält es allerdings für unwahrscheinlich, dass die Zahl noch in diesem Jahr die Vier-Millionen-Grenze überschreitet. Im Mai waren 3,46 Millionen Menschen erwerbslos.
In den 27 Ländern der Europäischen Union waren den Angaben zufolge im April fast 21 Millionen Menschen ohne Arbeit, die Quote stieg von 8,4 Prozent auf 8,6 .