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Merken   Drucken   09.12.2008, 15:36 Schriftgröße: AAA

Europäische Richtlinie: EU gibt erneuerbaren Energien Rückenwind  

Das Europaparlament hat einem Plan zum Ausbau erneuerbarer Energien zugestimmt: Künftig bekommt jedes EU-Land ein verbindliches Ziel zum Anteil von Wind, Sonne und Biomasse an der Energiegewinnung vorgeschrieben. So sollen Millionen von Arbeitsplätzen entstehen.
"Die EU senkt damit ihre Abhängigkeit von Energie-Einfuhren und schafft annähernd zwei Millionen neue Arbeitsplätze", sagte der federführende Abgeordnete Claude Turmes von den Grünen. Er hatte den Kompromiss mit der EU-Ratspräsidentschaft und der Kommission maßgeblich ausgehandelt.
Großes Lob kam aus der Branche. "Diese europäische Richtlinie wird das wichtigste Gesetz der Welt zur erneuerbaren Energie", sagte der Präsident des europäischen Branchenverbandes EREC, Arthouros Zervos. Zum ersten Mal bekomme jeder EU-Staat ein verbindliches Ziel zum Anteil erneuerbarer Quellen an der Energieversorgung. EU-weit soll Strom aus Wind, Sonne, Biomasse und ähnlichen Quellen im Jahr 2020 bis zu ein Fünftel des europäischen Verbrauchs decken.
Deutschland müsse seinen Anteil an erneuerbaren Energien bis 2020 demnach auf 18 Prozent steigern, erklärte die Vizepräsidentin des Europa-Parlaments und Energieexpertin Mechtild Rothe (SPD). "Damit stärken wir gerade in der Finanz- und Wirtschaftskrise eine innovative Industrie, die bereits heute allein in Deutschland mehr als 250.000 Menschen einen zukunftsorientierten Arbeitsplatz bietet", sagte die Sozialdemokratin. Für die Produktion von Biosprit würden neben ökologischen Kriterien auch soziale Standards gelten.

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  • dpa, 09.12.2008
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