FTD.de » Politik » Europa » Merkel wettert gegen Sarkozy-Milliarden
Merken   Drucken   11.02.2009, 16:57 Schriftgröße: AAA

Französische Autohilfen: Merkel wettert gegen Sarkozy-Milliarden

Der Autobau ist Deutschlands Schlüsselbranche. Nach der Milliardenhilfe des französischen Präsidenten Sarkozy für heimische Hersteller macht sich Angst vor Protektionismus breit. Die Kanzlerin fordert gleiche Wettbewerbsbedingungen.

Die französische Milliardenspritze werde Thema eines informellen EU-Sondergipfel am 1. März sein, sagte Merkel am Mittwoch nach einem Gespräch mit dem neuen belgischen Premierminister Herman Van Rompuy  in Berlin. Im europäischen Binnenmarkt müssten gleiche Wettbewerbsbedingungen herrschen, betonte die CDU-Vorsitzende. Mit Van Rompuy vereinbarte sie eine enge Zusammenarbeit, um die Krise bei Opel zu überwinden. Belgien hat ein Opel-Werk in Antwerpen.

Der von Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy  als "außerordentliche Hilfe" angekündigte Kredit in Höhe von 6 Mrd. Euro soll auf fünf Jahre je zur Hälfte an die Autobauer Renault  und PSA Peugeot Citroen  gehen. Der Zinskurs wird dabei gegenüber den marktüblichen zwölf Prozent bei sechs Prozent liegen. Angeblich gibt es die Bedingung, dass die Konzerne für die Dauer der Kredithilfen auf Verlagerungen ins Ausland verzichten und vorrangig bei heimischen Lieferanten kaufen sollen. Das war mehrfach als Protektionismus kritisiert worden.

Streit in der Krise: Angela Merkel und Nicolas Sarkozy   Streit in der Krise: Angela Merkel und Nicolas Sarkozy

Zu den französischen Hilfen für die Autoindustrie sagte Merkel: "Es wird sicher um die Frage gehen, welche Zinssätze marktgerecht sind". Auch die Frage der Vorproduktion von französischen Autos in anderen EU-Ländern werde Thema sein. "Hier müssen wir schon für ein gleiches Spielfeld eintreten, auf dem dann auch der europäische Wettbewerb stattfindet", sagte die Kanzlerin.

Alle hätten Sorgen um die Autoindustrie und prüften Wege zur Beschäftigungssicherung. Die EU-Kommission sei dafür zuständig, dass es dabei fair und gerecht zugehe, betonte Merkel. Auch Van Rompuy sagte: "Die Wettbewerbsregeln müssen für alle Länder in Europa die gleichen sein."

  • FTD.de, 11.02.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
Immobilien-Kompass
Immobilien-Kompass Deutschlands beste Wohnlagen

Preise, Mieten und Prognosen für Deutschlands Metropolen und Regionen mit detaillierten Übersichtskarten

Jetzt eigene Wohnlage prüfen

 
Anstatt FTD.de lese ich künftig ... Zum Ergebnis
Alle Umfragen
In eigener Sache
  • An Kiosks in der ganzen Republik hieß es am letzten Erscheinungstag der FTD: Zeitung vergriffen! Der Hype um die Schlussausgabe trieb merkwürdige Blüten. Der Verlag druckte 30.000 Exemplare nach. Wer keines abbekam - bestellen ist möglich. mehr

  •  
  • blättern
Zwischen Leben und Arbeiten
Work-Life-Balance

Die FTD hat zusammen mit dem GfK Verein die umfassendste bundesweite Studie zum Thema Work-Life-Balance veröffentlicht. Die Ergebnisse und mehr zum Thema finden Sie hier. Die Studie können Sie hier kaufen. mehr

Folgen Sie der FTD auf Twitter
Werden Sie Fan der FTD auf Facebook
  • Sie waren ein Herzstück der Zeitung und pointiert, scharf, teils brillant: Ihre Kolumnen, Leitartikel und Kommentare haben die FTD entscheidend geprägt. Zum letzten Mal: Unsere Kolumnisten sagen, was Sache ist. mehr

  •  
  • blättern
© 1999 - 2013 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Impressum | Datenschutz | Nutzungsbasierte Online Werbung | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

Geldanlage | Altersvorsorge | Versicherung | Steuern | Arbeitsmarkt | Energiewende | Ökostrom | Auto | Quiz | IQ-Test | Allgemeinwissen | Solitär | Markensammler