Dafür haben wir bereits Kürzungen eingeleitet." Dazu arbeite Madrid an einem Haushaltsgesetz, um die autonomen Regionen zur Haushaltsdisziplin zu zwingen. Ähnlich wie die 17 Länder der Euro-Zone müssten die Regionen einen Haushaltsentwurf vorlegen. Sollten die Defizite zu hoch sein, könne die Regierung intervenieren.
Ordnung nicht um jeden PreisDer Minister sagte, er verstehe jene, die fordern, dass "Ordnung im Club" geschaffen werden müsse. Aber in Europa "geht es nicht allein um operative Normen". Den Bürgern einer solchen Union müsse es besser gehen als zuvor. "Wachstum ist entscheidend." Und dafür seien Strukturreformen und Haushaltsstabilität notwendig. Aber nicht andersherum: "Europa ohne Wachstum geht nicht." Und Reformen, die für Deutschland gut seien, seien nicht unbedingt gut für Spanien. Denn die Finanzsysteme der beiden Länder könne man nicht vergleichen. "Wir brauchen Zeit, um die Krise zu überwinden."
Zwei Jahre werde Spanien brauchen, um ein Wachstum zu generieren, das Arbeitsplätze schaffe. Dazu werde Madrid den Arbeitsmarkt, den Bankensektor und das Wettbewerbsumfeld für Unternehmen reformieren. "Wir möchten die Krise so schnell wie möglich überwinden. Aber so schnell wie möglich heißt, dass man Raum zum manövrieren hat."