FTD.de » Politik » Europa » Das Euro-Notpaket ist Panik pur

Merken   Drucken   14.05.2010, 21:39 Schriftgröße: AAA

Gastkommentar: Das Euro-Notpaket ist Panik pur  

Kommentar Der Rettungsschirm könnte der Euro-Zone mehr schaden als nützen. Er beschädigt die Europäische Zentralbank - und bremst den Sparwillen der Schuldnerländer. Egal, wie groß das Hilfspaket ist: Es wird nie groß genug sein. von Melvyn Krauss, Professor an der Stanford University
Melvyn Krauss ist Professor emeritus für Volkswirtschaft an der Universität New York und Senior Fellow an der Hoover Institution der Universität Stanford.

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  • FTD.de, 14.05.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 19.05.2010 02:36:57 Uhr   Lazarus: Abgesang der Demokratie

    Das Euro-Paket ist tatsächlich nur von Lobbys geziel gesteuerte Polit-Panik pur:

    1. es gibt keinen "Angriff der Wolfsrudel" auf "unseres Geld", sondern ein reines Refinanzierungsproblem der *meisten EU-Staaten* mit ihren eigenen exorbitanten Schulden (inkl. DE und FR!).
    Die Politik hat nur Angst, dass der Wähler es endlich durchschaut und die Parteien dafür an der Wahlurne abstraft!

    2. es ist kein "Garantien"-Pakt sondern ein finaler ultimativer Transfer der baren Steuergelder im Tausch gegen Bankverbindlichkeiten der wertlosen Staatsanleihen der gesamten EU, aufgekauft durch EZB und Bundesbank (Aufkauf läuft schon bei beiden munter auf Hochtouren, obwohl die Parlamente noch nicht einmal eine Gesetzesvorlage gesehen haben)!!!
    Volumen EZB: 600-1200.Mrd, Bundesbank: sicher ein hoher dreistelliger Mrd.-Betrag!

    3. es ist eine reine Enteignung der EU-Bürger zu Gunsten von Banken/Vers. über den o.g. Transfer in Form der zukünftigen hohen Inflation bzw. der dazu *voll equivalenten* Steuer-/Abgabenanhebung und dem verstärkten Abbau der Sozialsysteme zur Gegenfinanzierung dieses Irrsinns!
    (z.Zt. nicht 750.Mrd, sondern mind. 2.Billionen [über GR-Pakt/EU-Hilfen/IWF/EU-Zweck-gesellschaft/EZB/Bundesbank!])
    (!) Genauso wurden übrigens stillschweigend und von der Politik gewollt den Banken seit mind. 2006 über die EZB die bereits wertlosen Immoblien-CDOs gegen Steuer-Bares eingetauscht (als „ABS“ umgepackt!). Nur in 2008: mind 450.Mrd EUR!

    4. wäre das Paket tatsächlich gegen „böse Spekulanten“ (was es ausdrücklich *nicht* ist!), dann wäre es sowieso:
    a. zu groß bei der Verschuldungssituation der EU
    b. weit zu gering, um etwas wirklich zu bewirken - *täglicher Währungshandelvolumen* lag 2007 bei 3,2 Billionen $, heute sicher bei 5.Bill.!
    750.Mrd entsprechen aber genau den wertlosesten Chargen der Staatsanleihen, die die Banken schnellstens los werden müssen!

    5. wäre die Rettung "unseres Geldes" das wirkliche Ziel der politisch vorgegebenen Aktion, dann müsste die Politik die Hände in den Schoss legen, *nichts tun* und jubeln, denn die laufende Abwertung des im Außenwert seit Anfang der Eurozone um mind. 40% überbewerteten Euros würde den Export der EU extrem stärken und die Arbeitsplätze in der dann begünstigten Industrie schützen und mehren!

    Die Parität des Dollars lag übrigens 1984 bei 2,84 DM, also 1,40 EUR (fast wie heute) - diese Betrachtung sollte schon deshalb die Politik dazu bewegen, keinen Steuercent für die angeblich *alternativlose* Rettung „unseres Geldes“ rauszurücken!

    Übrigens: die früher nicht existente und heute angeblich doch weiter erhaltungswerte CDS-Wettenlotterie der Investmentbanken (weitgehend ohne ausreichende Eigenkapitaldeckung im Krisenfall!) hat ein Volumen von 605.Bill. $ (dem 65-fachen BIP der ganzen WELT oder dem 1000-fachen der Geldumlaufmenge der EU!) - einfach verbieten, auslaufen lassen und die Investmentteile der *Investmentbanken einstampfen*!

  • 18.05.2010 19:58:51 Uhr   Hannes: Euro Notpaket -Panik pur
  • 16.05.2010 22:33:14 Uhr   glaubnixmehr: glaubnixmehr
  • 16.05.2010 21:26:23 Uhr   interna: There is no free Lunch in the Market
  • 16.05.2010 15:58:09 Uhr   fokus: Nachklapp
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