FTD.de » Politik » Europa » Abwarten und Klarheit schaffen

Merken   Drucken   08.04.2010, 22:21 Schriftgröße: AAA

Griechenland: Abwarten und Klarheit schaffen  

Leitartikel Die europäischen Staaten sollten sich nicht von einer Ratingagentur zur überhasteten Griechenland-Hilfe drängen lassen. Es könnte sich durchaus lohnen, abzuwarten - und sich in der Zwischenzeit auf den Ernstfall vorzubereiten.
In einem Punkt liegt Chris Pryce richtig: Der Analyst der Ratingagentur Fitch kritisiert die Ungewissheit, in der die Regierungen der Euro-Länder alle Griechenland-Investoren bisher gelassen haben. Aus dieser berechtigten Kritik die Forderung abzuleiten, die Europäer müssten Griechenland nun sofort und unverzüglich beispringen, ist allerdings gewagt. Europas Staaten sollten sich hüten, darauf einzugehen.
Der Fitch-Analyst müsste eigentlich wissen, was eine solche Forderung auslöst. Sie schürt Panik bei vielen Marktteilnehmern, verhindert rationale Urteile und verschlimmert so die ohnehin wenig rosige Situation Griechenlands. Niemand verlangt von einer Ratingagentur, die tatsächliche Situation schönzureden. Im Gegenteil: Wenn die Agenturen ihren durch die Finanzkrise angekratzten Ruf wieder aufpolieren wollen, tun sie gut daran, Missstände klar und deutlich zu benennen. Doch die Aufforderung zur sofortigen Griechenland-Rettung ist anmaßend und obendrein falsch.

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  • Aus der FTD vom 09.04.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 26.04.2010 23:22:18 Uhr   Cornelia Dünte: Kruzifixe in den Schulen

    Das mit den Kruzifixen scheint mir fast so ein Titel wie "Das Ungeheuer von Loch Ness" zu sein. Eine Legende , die in der Sauren-Gurken-Zeit Auferstehung feiert.
    Wo gibt es diese Kruzifixe, die hier beschworen werden überhaupt? Seit ich vor knapp 40 Jahren meine katholische Schule verlassen habe, sind mir in hiesigen Schulen (Niedersachsen) keine Kruzifixe in Klassenräumen begegnet. Es wird wohl zu Lasten einer muslimischen Ministerin Stimmung gemacht, deren Ernennung wohl als geschickter politischer Schachzug gesehen werden kann (nachdem in Niedersachsen die rigide Abschiebepraxis in die Kritik geraten ist).
    Wie auch immer, sie versucht die Schule von religiösen Einflüssen frei zu halten, wobei in unserem Land, meiner Meinung nach, Kopftücher nicht mit
    Kruzifixen gleichgesetzt werden sollten. Wir sind in Deutschland, Respekt unseren ausländischen Mitbürgern, aber wir leben hier nun einmal in einer christlich geprägten Gesellschaft, die wir, denke ich, doch zu schätzen wissen.
    Und ich kann nicht aus meiner Haut, wenn ich diese Frauen mit ihren Tüchern sehe, sie tun mir leid. Mir in dieser Hinsicht Toleranz abzuverlangen tut mir weh, ich leide mit den in meinen Augen Unterdrückten und kann diesen religiös bestimmten Brauch mit meinem Verständnis von Gerechtigkeit und Selbstbestimmung nicht in Einklang bringen. Ich kann äußerlich den Mund halten und freundlich lächeln, innerlich schüttele ich den Kopf.
    So bin ich doch recht froh, dass wir zur Förderung des Miteinanders wenigstens eine unverhüllte muslimische Ministerin haben sollen.
    Kruzifixe finden wir immer noch in ausreichender Menge in unseren Kirchen....

  • 10.04.2010 21:23:34 Uhr   fokus: Qualitätsjournalismus?
  • 10.04.2010 15:28:33 Uhr   Europäer: Ruhe bewahren sicher nicht das verkehrteste
  • 10.04.2010 08:24:27 Uhr   UlrichKniefer: Merkel hat Angst vor einer Klage !
  • 09.04.2010 12:14:27 Uhr   Fat_Bob_ger: Kein Geld für hoffnungslose Fälle
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