"Wir sind nur einen Atemzug von Ground Zero entfernt." Griechenlands Regierungschef Papademos scheut vor der wichtigen Abstimmung des Parlaments über das umkämpfte Sparpaket keine dramatischen Vergleiche. Finanzminister Venizelos gibt sich nicht weniger drastisch.
Griechenlands Finanzminister Evangelos Venizelos hat das Parlament mit scharfen Worten auf eine Billigung des Sparkurses eingeschworen. "Sollte das Gesetz nicht verabschiedet werden, wird das Land bankrott gehen", sagte Venizelos zu Beginn der Parlamentsdebatte am Sonntagnachmittag.
Weitere Sparschritte seien nötig, damit die internationalen Kreditgeber dem Land die dringend benötigten weiteren Finanzhilfen über 130 Mrd. Euro ausschütteten. Zugleich warnte Venizelos die Abgeordneten davor, die Abstimmung über das Programm zu verzögern. Das Votum müsse bis Mitternacht erfolgen, weil die Finanzmärkte bis Montagmorgen "die Nachricht erhalten müssen, dass Griechenland überleben kann und will". Bei der Debatte im Parlament ging es zeitweise hoch her.
Griechenland benötigt die Finanzhilfen spätestens zum 20. März. Dann müssen 14,5 Mrd. Euro refinanziert werden. Bei dem neuen Sparprogramm geht es um 3,3 Mrd. Euro. Demnach sollen Zusatzrenten gekürzt, Mindestlöhne um 22 Prozent gekappt und bis 2015 rund 150.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst entlassen werden. Das Mittelmeerland leidet bereits enorm unter den Einschnitten und Steuererhöhungen der letzten Monate, die zur Abtragung des Schuldenbergs beitragen sollen. Griechenland befindet sich bereits im fünften Rezessionsjahr.
Über das Sparprogramm hinaus geht es auch um die noch ausstehende Einigung mit den privaten Gläubigern über einen Forderungsverzicht. Die Abgeordneten sollen grünes Licht geben, damit den privaten Kreditgebern ein Angebot zum Schuldentausch unterbreitet werden kann. In einem dramatischen Appell hatte Regierungschef Lukas Papademos um Zustimmung zu den Einschnitten in staatliche Sozialleistungen geworben: "Wir sind nur einen Atemzug von Ground Zero entfernt."
Russland stand bisher fest an der Seite des Assad-Regimes. Ob mit Waffen oder mit politischer Rückendeckung, Syrien konnte auf die Russen zählen. Das sollte Moskau schleunigst ändern. mehr
Die Bundeskanzlerin lehnt Eurobonds kategorisch ab. Vielleicht könnte sie den Plänen zu einer europäischen Einlagensicherung eher zustimmen? Das Vertrauen in die Banken würde steigen. mehr
Die Idee einer Wiedereinführung der Vermögensteuer mag populär sein, klug ist sie jedoch nicht. Denn der bürokratische Auffwand ist unabsehbar. Lohnenswerter wäre eine Reform der Erbschaftsteuer. mehr
Wann gilt ein bundesweites Tanzverbot? Existiert ein offizieller Vatertag? In Deutschland gibt es viele gesetzliche und kirchliche Feiertage: Was wissen Sie darüber?
An welchem Feiertag gilt ein gesetzliches Tanzverbot in Deutschland?
Aus Sicherheitsgründen möchten wir Ihre E-Mail-Adresse bestätigen.
Klicken Sie bitte dazu den Aktivierungs-Link, den wir Ihnen
gerade per E-Mail an zugesendet haben.
Monatelang haben Bund und Länder wichtige Vorhaben liegen gelassen. Nun kommt alles auf den großen politischen Basar. Ein Überblick über die wichtigsten Projekte, die vor der Sommerpause verabschiedet werden sollen. mehr
Um die harten Sparauflagen zu erfüllen, riet die "Bild"-Zeitung den Griechen einst, ihre Inseln zu verkaufen. Nun folgen immer mehr Besitzer dem Rat aus Deutschland. Nur der Staat hat nichts von dem Boom. mehr
Russlands Opposition setzt auf Zermürbung: Mit vielen kleinen Störaktionen wird das Regime in Moskau unter Druck gesetzt. Selbst Haft schreckt nicht mehr ab. mehr
Sollten die Griechen die Drachme wieder einführen, wäre die Währungsunion nicht am Ende, sagt Commerzbank-Vorstand Zielke. Dennoch seien Vorbereitungen nötig - wie sie auch die Schweizer planen und wie der Reisekonzern TUI sie Hellas-Touristen empfiehlt. mehr
Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions
AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!