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Merken   Drucken   19.02.2009, 22:04 Schriftgröße: AAA

Hilfe aus Deutschland: Retter aus der Euro-Not  

Deutschland könnte im Krisenfall gezwungen sein, bei einer Rettung der Euro-Zone die Verantwortung zu übernehmen. Weil einige Länder der Euro-Zone vor ernsthaften Zahlungsproblemen stehen, stellt sich die Bundesregierung darauf ein, im Währungsverbund zu helfen. von Ulrike Heike Müller (Berlin), André Kühnlenz und Simon Schäfer (Frankfurt)
"Jährlich könnte dies die Steuerzahler etwa 1,5 Mrd. Euro kosten", sagte Peter Bofinger, Mitglied im Sachverständigenrat, der FTD. Dieser Betrag wäre fällig, wenn die Euro-Länder sich künftig über gemeinsame Anleihen finanzierten. In Brüssel und in Deutschland diskutieren Politiker darüber; es wäre ein möglicher Ausweg aus der schwierigen Lage.
Die Währungsunion rutscht erstmals in ihrer zehnjährigen Geschichte in Turbulenzen. Für Spanien, Portugal, Irland und Griechenland wird es immer schwerer, Kredite an den Kapitalmärkten zu bekommen. Seit Wochen diskutieren deshalb Politiker, wie mögliche Staatspleiten und das Auseinanderbrechen der Euro-Zone verhindert werden können.
Bislang hatte Steinbrück deutsche Hilfen wegen hoher Kosten ausgeschlossen. Aufgrund der steigenden Angst der Händler vor einem Anleiheausfall machte er jedoch eine Kehrtwende. Die Furcht vieler Ökonomen, die Euro-Zone könnte zerbrechen, nannte er "absurd", ergänzte jedoch: "Wir werden uns handlungsfähig zeigen." Auch Bundeskanzlerin Merkel zeigte Bereitschaft zur Hilfe, wenn nötig.

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