Es sollte einer der letzten Test- und Kontrollflüge eines Eurocopter-Militärhubschraubers vom Typ AS532 Cougar vor der Auslieferung sein. Er endete in einer Katastrophe. Am Mittwochmittag stürzte der Hubschrauber mit sechs Mitarbeitern des Herstellers an Bord in die bei Touristen beliebte Verdon-Schlucht in Südfrankreich. Wie ein Eurocopter-Sprecher auf Anfrage sagte, gibt es nach den Erkenntnissen der Behörden keine Überlebenden. Das Wrack soll in einem schwer zugänglichen Gebiet des Canyon liegen.
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Ermittler vermuteten, dass die Maschine in eine Strom-Überlandleitung geflogen sein könnte. Ein Eurocopter-Sprecher erklärte, dass sich der Hersteller nicht an Spekulationen beteilige. "Unser Mitgefühl gehört den Angehörigen und Hinterbliebenen", sagte der Sprecher. Der Absturz ist eines der folgenreichsten Hubschrauberunglücke seit Jahrzehnten. Eurocopter macht derzeit keine Angaben, für welchen Kunden das neue Modell bestimmt war.
Die Cougar-Hubschrauberfamilie gehört zu den größten und schwersten Modellen des zum EADS-Konzern gehörenden Hubschrauberherstellers. Seit dem Erstflug 1977 wurden über 600 Exemplare der zweimotorigen Cougar an Kunden ausgeliefert. Der Hubschrauber gilt als sehr zuverlässig und sicher. Es gibt eine zivile und eine militärische Variante. In der Militärversion gibt es neben den beiden Piloten Platz für weitere 20 Soldaten. Die Kundenliste reicht von Albanien bis Zimbabwe. Auch die Deutsche Luftwaffe hat das Cougar-Modell im Einsatz.