FTD.de » Politik » Europa » Münchau - Das Ende von Goldman Sachs

Merken   Drucken   20.04.2010, 18:36 Schriftgröße: AAA

Kolumne: Münchau - Das Ende von Goldman Sachs  

Die Vorwürfe gegen die Bank sind ein Weckruf an die Politik, gefährliche Finanzprodukte zu verbieten. Denn es ist unverantwortlich, dass sich finanzielle Massenvernichtungswaffen überhaupt in Privathand befinden. von Wolfgang Münchau 
Der Tod eines Präsidenten und die Ausbreitung einer Vulkanwolke sind die alles überschattenden Ereignisse der letzten Tage und Wochen. Die Anklage gegen Goldman Sachs  hingegen ist die mit Abstand wichtigste Wirtschaftsnachricht des Jahres - zusammen vielleicht noch mit der sich abzeichnenden Pleite Griechenlands.
Sie ist deswegen eine wichtige Nachricht, weil hier zum ersten Mal seit Ausbruch der Krise zwei Dinge in das engere Radarfeld der Behörden geraten: die dubiose Rolle eines Schattenbankensystems und die Konstruktion perverser Finanzprodukte. Goldman, so die Ankläger, habe ein Produkt erstellt mit dem Ziel, Verluste zu erzielen, sodass ein wichtiger Kunde von diesen Verlusten profitieren konnte.

Dieses ist ein kostenpflichtiger Inhalt der FTD. Bitte melden Sie sich an, um fortzufahren!

Abonnenten
Sie haben kostenlosen Zugang zum Weiterlesen oder Herunterladen. Bitte melden Sie ich mit Ihren Zugangsdaten über die Anmeldebox an.

Nicht-Abonnenten
Wenn Sie Interesse an einem FTD-Abo haben, informieren Sie sich über die verschiedenen Abo-Angebote unter www.ftd.de/abo-vergleich.

Alternativ können Sie für den Zugriff auf den gewünschten Inhalt ein Tagesticket erwerben. Für den Erwerb eines Tagestickets müssen Sie bei uns registriert sein (zur Registrierung). Nach Registrierung melden Sie sich einfach über die Anmeldebox an. Anschließend können Sie das Tagesticket erwerben.

Das Tagesticket bietet für 2,50 € einen 24-Stunden-Vollzugriff auf...

  • ...alle Premium-Artikel auf FTD.de
  • ...das aktuelle ePaper (Zeitung als PDF) und 1-Monats-Archiv der FTD
  • ...die Nachmittagsausgabe FTD 17 Uhr (PDF)
  • ...alle Sonderbeilagen der FTD (PDF)
  • ...alle älteren Ausgaben der FTD über einen Archiv-Zugang
  • ...alle archivierten Online-Artikel
Login

Statten Sie Ihre Mitarbeiter oder Key-Accounts mit dem Informationsangebot der FTD aus. Über Unternehmenslösungen für Abonnements oder Online-Zugänge informiert Sie gern unsere Abteilung Business Cooperations, corporate-solutions(at)ftd.de.

Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.de
Bei Fragen oder Problemen zu Ihrer Einzelverkaufsabrechnung wenden Sie sich bitte direkt an Click & Buy
  • Aus der FTD vom 21.04.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
Kommentare
  • 09.05.2010 17:03:20 Uhr   Krawudtke: Goldman & Co

    Die großen Investmentbanken haben es durch ihre Lobbyarbeit und ihre milliardenschwere Verflechtung mit der Politik wiedermal für die Allgemeinheit verhängnisvoll geschafft - das in den USA geplante und in Deutschland wie immer kaum beachtete Aufspaltungs- bzw. Zerschlagungsvorhaben der Banken wurde im US-Senat mit einer Zweidrittelmehrheit abgelehnt, so dass das Untergangsspiel weitergehen kann.

    Wie schon seit Jahrzehnten immer wieder: warum soll der Irrsinn der (Investment)banken, der ganze Volkswirtschaften regelmäßig in den Abgrund reißt, denn nur Sünde sein?
    Warum die Institutionen und deren natürliche Vertreter wie die Masse der Normalbürger bei Übertretungen gleich hart zur Verantwortung ziehen?

    Das Glücksrad dreht sich also wieder weiter mit gezielten Placebo-Zäpfchen und Nebelkerzen der Politik und der Bankenlobby für die uninformierte Masse der Bürger! Man sieht sich also wieder bei der bald nächsten unabwendbaren "systemischen" Steuermittel-Ausschüttung der Politik an die Banken.

    ÜBRIGENS (!): die bereits jetzt durch die Politik auf Kosten des ungefragten Steuerzahlers nur für die HRE aufgewandte ca.350.Mrd EUR (direkt über 100.Mrd und über Bad Bank weitere weit über 200.Mrd) entsprechen dem Doppelten (!) sämtlicher Schulden der Gemeinden und Kommunen in ganz Deutschland für in "Saus und Braus" verlebten 40.Jahre der lockeren Dauerverschuldung.
    Das nur so, um die Größe der Späße unserer Politiker nur der letzten zwei Jahre zu begreifen!
    Und die weiteren Bad Banks und verschleierte Direktzuwendungen an u.a. fast alle Landesbanken, die Staatsgarantien und Bürgschaften, die Anteile an Commerzbank und die gegen zinsloses Bares seit Jahren bei der EZB durch Banken eingetauschten wertlosen "besicherten Anleihen" (ABS auf Basis von CDOs und Staatsanleihen) entsprechen schon jetzt locker der restlichen Verschuldung des Bundes und aller Länder (Bund: ca. 1025.Mrd, Länder: ca. 525.Mrd, Gemeinden: ca. 150.Mrd).

    FAZIT: bereits jetzt ist die deutsche Staatsschuld der vergangenen 40. Verschuldungsjahre in Wahrheit fast verdoppelt, noch vor den bald notwendigen weiteren Ausschüttungen an Banken wegen der Beendigung der Niedrigzinspolitik der vorangegangenen "Finanzkrisenbewältigung" und noch nicht einmal die Verpflichtungen aus der gerade heute von der EU auf Empfehlung von Bundesbankchef Weber ausgesprochenen gegenseitigen finanziellen EU-Nibelungentreue für Griechenland und die PIIGS-Staaten eingerechnet!

    HINTERGRÜNDE: wer eine reelle Vorahnung über die wahre heutige Verflechtung der Politik mit den Banken bekommen möchte und der sich fragt ob es normal sei, dass alle Akteure bisher ungestraft davonkommen, der sollte sich eine gründliche Lektüre des nachfolgenden Artikels gönnen:

    Artikel von Matt Taibbi, "The Great American Bubble Machine" (Rolling Stone). Einfach googeln oder in Deutsch unter: http://frank-meyer.eu/blog/index.php?p=1732&more=1&c=1&tb=1&pb=1#more1732

  • 28.04.2010 16:14:56 Uhr   G. Hertle: Münchau - Das Ende von Goldman Sachs
  • 25.04.2010 17:36:48 Uhr   Kasimir: Dies sollte jeder lesen! (@wally - danke!)
  • 24.04.2010 07:45:07 Uhr   fokus: Steuergeld zurückholen!
  • 22.04.2010 08:12:17 Uhr   Volkswirt: @ Strichnid
Kommentar schreiben Pflichtfelder*





Den Parameter für die jeweilige Rubrik anpassen: @videoList
  • Wulff-Affäre: Menschen im Hotel

    Die Vorwürfe gegen Bundespräsident Wulff grenzten zuletzt ans Lächerliche, die neuen tun es nicht: Sie legen den Verdacht einer Vorteilsnahme nahe. Es könnte eng werden. mehr

  •  
  • blättern
Tweets von FTD.de Politik-News

Weitere Tweets von FTD.de

FTD-Wirtschaftswunder Weitere FTD-Blogs

alle FTD-Blogs

Newsletter:   Newsletter: Eilmeldungen Politik

Ob Regierungsauflösung oder Umfragehoch für die Linkspartei - erfahren Sie wichtige Politik-Nachrichten, sobald sie uns erreichen.

Beispiel   |   Datenschutz
 



DEUTSCHLAND

mehr Deutschland

EUROPA

mehr Europa

KONJUNKTUR

mehr Konjunktur

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote