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  FTD-Spezial FTD-Serie: Labor Europa

Seit dem Ausbruch der Krise ist der Kontinent in Aufruhr. Europa kämpft um seinen Wohlstand. Die Mitgliedstaaten erleben historische Sparprogramme, dramatische Rettungsaktionen und große Machtverschiebungen. Die FTD zeichnet das gigantische Experiment nach - in Reportagen, Kommentaren und Grafiken.

Merken   Drucken   09.08.2010, 16:18 Schriftgröße: AAA

Labor Europa: Zurück auf den Weg des Rechts  

Kommentar Deutschland hat sich in der Euro-Krise über den Tisch ziehen lassen und einen gravierenden Vertragsbruch geduldet. Um so etwas künftig zu verhindern, braucht es starke europäische Richter. von Roland Vaubel
Roland Vaubel ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Uni Mannheim. Sein Beitrag ist Teil der FTD-Debatte "Labor Europa" über die Zukunft der EU nach der Schuldenkrise.
Der Bailout Griechenlands hat das Vertrauen der Deutschen in die Europäische Union erschüttert. Dafür gibt es mehrere Gründe. Erstens ist das Bailout-Verbot des Artikels 125 schon immer vor allem ein deutsches Anliegen gewesen. Helmut Schlesinger, Hans Tietmeyer und Theo Waigel sorgten dafür, dass es in den Vertrag von Maastricht aufgenommen wurde.

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  • FTD.de, 09.08.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 14.08.2010 00:43:49 Uhr   Mark Benecke: Einigkeit und RECHT und Freiheit!

    Glückwunsch: couragiert genau ins Schwarze getroffen!

    Demokratisch nicht legitimierte (weil ohne völkerrechtlich notwendige Volksabstimmungen aller EU-Bürger besetzte) EU-Kommission und EU-Rat steht über dem Feigenblatt "EU-Parlament" und wirft diesem nun auch nach Jahrzehnten gerade wenige marginale Pseudo-Entscheidungsbefugnisse in unwichtigen Randbereichen zu, die "Parlamentarier" freuen sich darüber wie kleine Kinder, solange nur die multiplen Diäten und Zulagen für das brave jederzeitige Einhalten des Partei-Fraktionszwangs stimmen.

    De facto wird alles quasi monarchistisch nur von den EU-Staatschefs an den 500 Mio. EU-Bürgern und den Nationalparlamenten exklusiv ausgekungelt und entschieden, um sich dann vor eigenem Souverän hinter dem angeblich unabwendbaren europäischen Zwang von Verordnungen und Richtlinien zu verstecken.

    Europäische Verfassungsrichter werden auch nur, im krassen Gegensatz zum deutschen Bundesverfassungsgericht, von den Staatschefs als willige Paladine nominiert und sind so auch nur ein weiteres pseudodemokratisches Werkzeug zur nicht legitimierten Machtverbreiterung und -erhaltung der Länderchefs!

    Für die Erhaltung dieser königlichen Machtfülle, wo Schröders Basta-Kaisertum ein schriller Weckruf für alle Demokraten vor den nahtlos kommenden Zukunftsfreuden der ausufernden Allmachtsphantasien hätte sein sollen, kann man dann schon von Zeit zur Zeit ein weiteres Notstand-Finanzgesetz durchs parteilich gleichgeschaltete nationale Parlament am Volk vorbei knüppeln und auf die Zwangskosten des von jeglichen Widerspruchsmöglichkeit „befreiten“ Volkes mal eben einen weiteren Bundeshaushalt bzw. die dafür notwendigen zukünftigen Steuereinnahmen der nächsten zwei Steuerjahre exklusiv dafür wieder springen lassen!

  • 10.08.2010 18:29:48 Uhr   Peter Lyssy: zurück auf den Weg des Rechts
  • 09.08.2010 20:11:49 Uhr   conforma: Labor Europa
  • 09.08.2010 19:16:42 Uhr   Neulandsucher: Eigentlich...
  • 09.08.2010 18:55:28 Uhr   Karl Murx: @Vaubel:
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