Seit dem Ausbruch der Krise ist der Kontinent in Aufruhr. Europa kämpft um seinen Wohlstand. Die Mitgliedstaaten erleben historische Sparprogramme, dramatische Rettungsaktionen und große Machtverschiebungen. Die FTD zeichnet das gigantische Experiment nach - in Reportagen, Kommentaren und Grafiken.
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Demokratisch nicht legitimierte (weil ohne völkerrechtlich notwendige Volksabstimmungen aller EU-Bürger besetzte) EU-Kommission und EU-Rat steht über dem Feigenblatt "EU-Parlament" und wirft diesem nun auch nach Jahrzehnten gerade wenige marginale Pseudo-Entscheidungsbefugnisse in unwichtigen Randbereichen zu, die "Parlamentarier" freuen sich darüber wie kleine Kinder, solange nur die multiplen Diäten und Zulagen für das brave jederzeitige Einhalten des Partei-Fraktionszwangs stimmen.
De facto wird alles quasi monarchistisch nur von den EU-Staatschefs an den 500 Mio. EU-Bürgern und den Nationalparlamenten exklusiv ausgekungelt und entschieden, um sich dann vor eigenem Souverän hinter dem angeblich unabwendbaren europäischen Zwang von Verordnungen und Richtlinien zu verstecken.
Europäische Verfassungsrichter werden auch nur, im krassen Gegensatz zum deutschen Bundesverfassungsgericht, von den Staatschefs als willige Paladine nominiert und sind so auch nur ein weiteres pseudodemokratisches Werkzeug zur nicht legitimierten Machtverbreiterung und -erhaltung der Länderchefs!
Für die Erhaltung dieser königlichen Machtfülle, wo Schröders Basta-Kaisertum ein schriller Weckruf für alle Demokraten vor den nahtlos kommenden Zukunftsfreuden der ausufernden Allmachtsphantasien hätte sein sollen, kann man dann schon von Zeit zur Zeit ein weiteres Notstand-Finanzgesetz durchs parteilich gleichgeschaltete nationale Parlament am Volk vorbei knüppeln und auf die Zwangskosten des von jeglichen Widerspruchsmöglichkeit „befreiten“ Volkes mal eben einen weiteren Bundeshaushalt bzw. die dafür notwendigen zukünftigen Steuereinnahmen der nächsten zwei Steuerjahre exklusiv dafür wieder springen lassen!