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Niederlage der Konservativen: Schlappe für Sarkozy bei französischer Regionalwahl
Der französische Präsident muss wohl bei der Regionalwahl eine verheerende Niederlage einstecken - die Linke dagegen triumphiert. Ein schwacher Trost für die Konservativen ist einzig das Ergebnis im Elsass.Bei der Regionalwahl in Frankreich hat das Drei-Parteien-Bündnis der Linken der konservativen Partei von Staatspräsident Nicolas Sarkozy eine gravierende Niederlage zugefügt: Nach mehreren Hochrechnungen konnte der Pakt von Sozialisten, Grünen und Kommunisten in 23 der 24 Festlandregionen siegen und kam insgesamt auf mehr als 54 Prozent der Stimmen.
Die UMP landete abgeschlagen bei knapp über 36 Prozent. Schwacher Trost für das Regierungslager: Im Elsass behauptete sich der konservative Regionalpräsident.
"Das ist prima", freute sich der Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit. "Aber die Schwierigkeiten beginnen erst." Nun gehe es daran, dass Sozialisten und Grüne ein tragfähiges Projekt aufbauten, um das Scheitern bei der Präsidentschaftswahl 2012 zu vermeiden.
Der Ausgang der Regionalwahl ist ein herber Dämpfer für Sarkozy zwei Jahre vor der nächsten Präsidentschaftswahl. Premierminister Francois Fillon räumte seine Enttäuschung über den Ausgang ein und erklärte, er übernehme seinen Teil der Verantwortung. Die Sozialisten sehen sich dagegen im Aufwind. Expräsidentschaftskandidatin Ségolène Royale deutete das Ergebnis als "Wahl für die Hoffnung" und zu einem "Sieg für das ganze Land".
Viele konservative Stammwähler sind von Sarkozy und seiner als hektisch und undurchdacht empfunden Reformpolitik enttäuscht. Steigende Arbeitslosigkeit und sinkende Kaufkraft haben zum Popularitätsverlust des einstigen Hoffnungsträgers beigetragen.
Die UMP blieb schon in der ersten Runde unter 40 Prozent. Nach einem Anteil von gemeinsam 53,5 Prozent der Stimmen vor einer Woche schmiedeten die Sozialisten Bündnisse mit der grünen Sammelpartei Europe Ecologie und der Linksfront, der auch die Kommunisten angehören.
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21.03.2010
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