Prinz Harry entsetzt die Briten mit Nazi-Aufmachung
Da trägt Harry, Dritter in der britischen Thronfolge, auf einer Londoner Party eine Hakenkreuzbinde am Oberarm. Aus Spaß hatte er sich zum Kostümfest eines Freundes als Wehrmachtssoldat von Rommels Afrika-Korps verkleidet. Obendrein klebte auf der Rückseite seiner Jacke die bundesrepublikanische Flagge. In diesem Aufzug ließ er sich, Fluppe und Drink in der Hand, fotografieren. Das Foto landete am Donnerstag auf der Titelseite des Boulevardblatts "Sun". Überschrift: "Harry the Nazi". Landesweites, internationales Entsetzen. So dumm darf keiner sein, nicht einmal ein Windsor.
Selbst die Briten sind "not amused", obwohl sie sonst mit Naziwitzen wenig zimperlich sind. Oppositionschef Michael Howard, dessen Großmutter in Auschwitz ermordet wurde, gab die Königstreue der Konservativen auf und tadelte den Prinzen öffentlich. Der entschuldigte sich zwar prompt - aber nur für seine "schlechte Kostümwahl".
Es ist der schlimmste Fehlgriff des Partylöwen. Bislang nämlich hat Henry Charles Albert David den Familienbetrieb am Laufen gehalten: Er ist ein Meister im Füttern der Regenbogenpresse und garantiert damit das unter New Labour umstrittene Weiterbestehen der Monarchie.