Die Demonstranten wollen auch am Samstag auf die Straße gehen
Der Beschluss bedeutet, dass die Protestcamps in rund 60 Städten aufgelöst werden müssten. Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero ließ aber am Freitag offen, ob es zu dieser Räumung kommen wird: "Das Innenministerium wird klug, gut und richtig handeln", sagte er in einem Interview mit dem Radiosender Cadena Ser. Bislang seien die Demonstrationen friedlich verlaufen, sagte Zapatero. Er respektiere die Forderungen der Teilnehmer.
Auf den besetzen Plätzen in Madrid und Barcelona sprachen sich Anhänger der Protestbewegung "Echte Demokratie Jetzt!" dafür aus, sich dem um Mitternacht in Kraft tretenden Verbot zu widersetzen. "Wir sind doch nicht in einer Diktatur", sagte ein junger Aktivist auf dem Platz der Puerta del Sol in der spanischen Hauptstadt. Die Bewegung teilte mit, dass sie Gewalt ablehne. Eine Entscheidung wollen die Demonstranten am Nachmittag auf einer Versammlung treffen. Der Freitag ist von dem Verbot nicht betroffen.
Verbot mit einer Stimme Mehrheit durchgesetzt
Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba hatte schon am Donnerstag gesagt, die Polizei sei dazu da, "Probleme zu lösen und nicht welche zu schaffen". Konservative Medien sprachen sich für eine Räumung aus.