FTD.de » Politik » Europa » Schröder will Briten-Rabatt kippen

Merken   Drucken   16.06.2005, 09:56 Schriftgröße: AAA

Schröder will Briten-Rabatt kippen   

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat in einer Regierungserklärung dem britischen EU-Rabatt die Existenzberechtigung abgesprochen. Die Debatte im Bundestag über die Verfassungskrise und den Finanzstreit in der EU war geprägt vom Vorwahlkampf in Deutschland. von Kai Beller, Berlin
Bundeskanzler Gerhard Schröder: Ohne Wenn und Aber für die ...   Bundeskanzler Gerhard Schröder: Ohne Wenn und Aber für die Verfassung
Schröder machte die Union mitverantwortlich für die Probleme mit dem so genannten Briten-Rabatt. Der Rabatt sei unter der schwarz-gelben Koalition von Kanzler Helmut Kohl ausgehandelt worden und könne nur einstimmig geändert werden, sagte Schröder am Donnerstag im Bundestag. Es sei daher "naiv", wenn Merkel den Bundeskanzler auffordere, den Rabatt zu beseitigen. Es war das erste Mal, dass Merkel als Unions-Kanzlerkandidatin im Bundestag auftrat.
Der Nachlass für Großbritannien ist einer der Hauptstreitpunkte bei den Verhandlungen über die künftige Finanzausstattung der EU. Die Briten bestehen auf ihrem Rabatt, der ihnen im Jahr 2003 einen Rückfluss in Höhe von 5,3 Mrd. Euro aus dem EU-Haushalt bescherte. Der luxemburgische Ratspräsident Jean-Claude Juncker sucht nach einem Kompromiss, hat aber wenig Hoffnung den Finanzstreit bei dem am Donnerstag beginnenden EU-Gipfel lösen zu können.
Mit wenig Hoffnung zum Gipfel
Auch Schröder sagte, dass er mit wenig Hoffnung nach Brüssel reise. Die Vorschläge Junckers gingen zwar in die richtige Richtung, reichten aber noch nicht aus. Deutschland sei bereit sich zu bewegen, die Möglichkeiten seien jedoch begrenzt, sagte Schröder.
Als "Dreh- und Angelpunkt" im Finanzstreit bezeichnete er den Briten-Rabatt, für den es keine "wirkliche Rechtfertigung" mehr gebe. Schröder warf Merkel vor, Deutschland einen "Bärendienst erwiesen" zu haben, wenn es stimme was britische Zeitungen berichtet hätten. Dort sei zu lesen gewesen, dass Merkel Premierminister Tony Blair Hoffnung auf eine Beibehaltung des Rabatts gemacht habe.

Dieses ist ein kostenpflichtiger Inhalt der FTD. Bitte melden Sie sich an, um fortzufahren!

Abonnenten
Sie haben kostenlosen Zugang zum Weiterlesen oder Herunterladen. Bitte melden Sie ich mit Ihren Zugangsdaten über die Anmeldebox an.

Nicht-Abonnenten
Wenn Sie Interesse an einem FTD-Abo haben, informieren Sie sich über die verschiedenen Abo-Angebote unter www.ftd.de/abo-vergleich.

Alternativ können Sie für den Zugriff auf den gewünschten Inhalt ein Tagesticket erwerben. Für den Erwerb eines Tagestickets müssen Sie bei uns registriert sein (zur Registrierung). Nach Registrierung melden Sie sich einfach über die Anmeldebox an. Anschließend können Sie das Tagesticket erwerben.

Das Tagesticket bietet für 2,50 € einen 24-Stunden-Vollzugriff auf...

  • ...alle Premium-Artikel auf FTD.de
  • ...das aktuelle ePaper (Zeitung als PDF) und 1-Monats-Archiv der FTD
  • ...die Nachmittagsausgabe FTD 17 Uhr (PDF)
  • ...alle Sonderbeilagen der FTD (PDF)
  • ...alle älteren Ausgaben der FTD über einen Archiv-Zugang
  • ...alle archivierten Online-Artikel
Login

Statten Sie Ihre Mitarbeiter oder Key-Accounts mit dem Informationsangebot der FTD aus. Über Unternehmenslösungen für Abonnements oder Online-Zugänge informiert Sie gern unsere Abteilung Business Cooperations, corporate-solutions(at)ftd.de.

Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.de
Bei Fragen oder Problemen zu Ihrer Einzelverkaufsabrechnung wenden Sie sich bitte direkt an Click & Buy
  • FTD.de, 16.06.2005
    © 2005 Financial Times Deutschland,
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  

Den Parameter für die jeweilige Rubrik anpassen: @videoList
  • Massaker in Syrien: Russen, bewegt euch endlich!

    Russland stand bisher fest an der Seite des Assad-Regimes. Ob mit Waffen oder mit politischer Rückendeckung, Syrien konnte auf die Russen zählen. Das sollte Moskau schleunigst ändern. mehr

  •  
  • blättern
Tweets von FTD.de Politik-News

Weitere Tweets von FTD.de

  26.05. Der Test zu Pfingsten Kennen Sie sich mit Feiertagen aus?

Wann gilt ein bundesweites Tanzverbot? Existiert ein offizieller Vatertag? In Deutschland gibt es viele gesetzliche und kirchliche Feiertage: Was wissen Sie darüber?

An welchem Feiertag gilt ein gesetzliches Tanzverbot in Deutschland?

Der Test zu Pfingsten: Kennen Sie sich mit Feiertagen aus?

Alle Tests

FTD-Wirtschaftswunder Weitere FTD-Blogs

alle FTD-Blogs

Newsletter:   Newsletter: Eilmeldungen Politik

Ob Regierungsauflösung oder Umfragehoch für die Linkspartei - erfahren Sie wichtige Politik-Nachrichten, sobald sie uns erreichen.

Beispiel   |   Datenschutz
 



DEUTSCHLAND

mehr Deutschland

EUROPA

mehr Europa

INTERNATIONAL

mehr International

KONJUNKTUR

mehr Konjunktur

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote