Da ist zum einen die Privatgläubigerbeteiligung, also der Schuldenschnitt. Banken, Versicherer und andere Investoren sollen noch mal auf mehr Geld verzichten als bislang geplant. Das haben Griechenland und die Euro-Vertreter den Verhandlungspartnern vom internationalen Bankenverband IIF in der Nacht abgerungen. Sie sollen so auf rund 107 Mrd. Euro verzichten - statt der bislang anvisierten 100 Mrd, Euro. Entscheidend ist aber, dass ausreichend viele mitmachen. Zwar kann die Regierung im Zweifelsfall auch per Gesetz einen Schuldenschnitt für unwillige Geldgeber erzwingen. Das aber will niemand.
Zum anderen muss Griechenland noch einiges an Vorleistung bringen. Wie Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in der Nacht sagte, muss die Regierung in Athen bis Ende des Monats ein ganzes Bündel von Gesetzen auf den Weg bringen, mit denen beispielsweise die Kommunalverwaltungen, die Steuerbehörden und der Arbeitsmarkt neu geordnet oder organisiert werden. Anfang März werde die Eurogruppe "unmittelbar" prüfen, ob diese Zusagen eingehalten worden seien. Wer die Bilder der jüngsten Proteste in Griechenland vor Augen hat, weiß, dass das noch heftige Debatten in Athen geben wird.
Und schließlich muss das ganze Paket in vielen Euro-Ländern noch durch die nationalen Parlamente abgesegnet werden. Schäuble zeigte sich für Deutschland zuversichtlich, dass der Bundestag sein Ja gibt. Aber viele Abgeordnete - in Deutschland und anderswo - werden sich ganz genau anschauen, wie das Paket im Detail aussieht. Das gilt sicher umso mehr, als darin auch vorgesehen ist, dass sich die Europäische Zentralbank (EZB) und die nationalen Notenbanken beteiligen. Das werden einige sicher kritisch sehen.
Unklar ist zudem noch, wie viel Geld vom Internationalen Währungsfonds (IWF) kommt. Am ersten Griechenland-Paket von Höhe von 110 Mrd. Euro hatte er sich mit rund einem Drittel beteiligt. Jetzt hat er sich noch nicht festgelegt.
Dass das Geld ab März schrittweise fließt, ist nun aber dennoch viel wahrscheinlicher geworden.