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Merken   Drucken   06.02.2012, 11:14 Schriftgröße: AAA

Schuldenkrise: Keine Frist für Griechen-Einigung

Das angebliche Ultimatum an die griechischen Parteien stellt sich als Falschmeldung heraus. Laut der Regierung in Athen müssen sich die Akteure nicht bis Mittag, sondern erst bis zum nächsten Euro-Gruppen-Treffen einigen.
© Bild: 2011 Reuters/YIORGOS KARAHALIS
Das angebliche Ultimatum an die griechischen Parteien stellt sich als Falschmeldung heraus. Laut der Regierung in Athen müssen sich die Akteure nicht bis Mittag, sondern erst bis zum nächsten Euro-Gruppen-Treffen einigen.
Die griechische Regierung nimmt ein wenig die Dramatik aus den Rettungsbemühungen für das hochverschuldete Land. Die Parteien müssen sich Regierungskreisen zufolge erst bis zum nächsten Euro-Gruppen-Treffen über die Bedingungen für ein zweites Rettungspaketverständigen. Eine Frist bis Montagmittag gebe es nicht, hieß es in den Kreisen.
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Ein Sprecher der sozialistischen Pasok-Partei, die Mitglied der Drei-Parteien-Regierungskoalition ist, hatte am Sonntag diese Frist genannt. Die einzige Deadline, die es gebe, sei, sich bis zum nächsten Treffen der Euro-Gruppe zu einigen, hieß es in den Regierungskreisen. Das Treffen wird in dieser Woche erwartet.
Obwohl sich die drei Parteien am Sonntag auf Kürzungen im Umfang von 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts einigten, steht ein Ja zu wichtigen Forderungen der Troika aus EU, der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) noch aus. Dabei geht es unter anderem um den Mindestlohn und Hilfen für den angeschlagenen Bankensektor. In der Nacht sollten die Verhandlungen fortgesetzt werden.
Die Beratungen der griechischen Regierung mit den Chefs der Parteien über die Rettung des vom Staatsbankrott bedrohten Euro-Landes sollen am Montag fortgesetzt werden. Wie das Büro von Ministerpräsident Lucas Papademos mitteilte, war eine Verhandlungsrunde am Sonntagabend ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. Noch in der Nacht zum Montag sollten die Verhandlungen mit der Troika weitergehen.
Im Mittelpunkt der Parteiengespräche standen die von den internationalen Geldgebern Griechenlands geforderten zusätzlichen Sparanstrengungen. Knackpunkt in den Gesprächen mit den Chefs der Sozialisten, Konservativen und der LAOS-Partei sind die von der "Troika" verlangten Lohnkürzungen auch im privaten Sektor, die bis zu 25 Prozent weniger Einkommen für die Arbeitnehmer bedeuten könnten. Außerdem sollen 15.000 Staatsbedienstete bis Juni gehen.

Teil 2: Finanzministerium lobt Gespräche mit den Banken

  • FTD.de, 06.02.2012
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