Wachstum des griechischen Bruttoinlandprodukts
Der negative Ausblick der EU für Spaniens Wirtschaft zeige die Risiken einer überzogenen Austeritätspolitik, hieß es. Die Kommission hatte am Donnerstag in Brüssel ihre Konjunkturprognose für den Euro-Raum in den kommenden sechs Monaten vorgestellt. Demnach schrumpft die Euro-Wirtschaft um 0,3 Prozent, die von Spanien sogar um ein Prozent. Noch vor drei Monaten war ein Wachstum von 0,7 Prozent vorhergesagt worden.
Die Regierung will die EU nun dazu bringen, das Defizitziel für 2012 aufzuweichen. Für Spanien liegt es im Moment bei 4,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Dieser Wert soll auf fünf Prozent erhöht werden. Gespräche liefen bereits, hieß es aus Madrid.
Brüssels strenge Vorgaben drohen auch die griechische Wirtschaft stärker abzuwürgen als für das zweite internationale Rettungspaket aktuell veranschlagt. Das Bruttoinlandsprodukt werde um 4,4 Prozent schrumpfen, heißt es in der EU-Prognose.
Tatsächlich könnte es jedoch noch viel weiter nach unten gehen. So veranschlagte die US-Großbank Citigroup am Donnerstag einen Einbruch um acht Prozent. Ähnlich urteilten die Experten des privaten Instituts Capital Economics in London. Auch Holger Fahrinkrug, Chefvolkswirt der WestLB, hält das für möglich.