Spanien hat sein Sparprogramm um fast 40 Mrd. Euro verschärft. Auf diese Weise soll der Etat bis 2014 um 102 Mrd. Euro entlastet werden. Das sieht der Haushaltsplan für 2013/14 vor, den das Land am Freitag der EU übermittelte. Erst Mitte Juli hatte das Kabinett Einsparungen von 65 Mrd.Euro beschlossen. Wie die zusätzlich geplanten Kürzungen erreicht werden sollen, wurde nicht erläutert.
Eine Sprecherin des Finanzministeriums sagte, die Summe setze sich aus den bereits bekannten Einsparungen und Einnahmeerwartungen aus der Konjunkturentwicklung zusammen. Die spanische Wirtschaft soll 2014 um 1,2 Prozent wachsen. Das BIP dürfte aber in diesem Jahr um 1,5 und 2013 um 0,5 Prozent schrumpfen.
Mit seinem Sparprogramm will das südeuropäische Land die Neuverschuldung von 8,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2014 schrittweise auf 2,8 Prozent verringern.
Trotz seiner zunehmend prekären Lage am Kapitalmarkt zögert Spanien einen Hilferuf an Brüssel weiter hinaus. Regierungschef Mariano Rajoy- räumte am Freitag ein, dass es für sein Land sehr schwierig sei, Kreditgeber zu finden.