Wegen der Euro-Krise sieht EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy die EU in Gefahr. Der sonst so besonnene Belgier schlägt die Alarmglocke. "Wir müssen alle zusammenarbeiten, um das Überleben der Euro-Zone zu sichern", sagte er. "Wenn die Euro-Zone nicht überlebt, wird die Europäische Union nicht überleben."
Anlass für die Warnung ist ein Streit über den Umgang mit der irischen Schuldenkrise. Vertreter der EZB, Spaniens und Portugals dringen auf eine schnelle Beruhigung der Märkte.
Der irische Ministerpräsident Brian Cowen ließ am Dienstagabend aber offen, ob sein Land diesen Forderungen nachgeben und unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen wird.
"Wir diskutieren mit unseren europäischen Partnern darüber, welche Stabilsierungsmaßnahmen notwendig sind und welche weiteren politischen Initiativen in Betracht kommen", sagte Cowen vor dem Parlament in Dublin. "Es ist in unser aller Interesse, eine glaubwürdige, effektive und vor allem machbare Lösung zu finden, die den Märkten Sicherheit gibt und damit Vertrauen und Stabilität zurückbringt." In Brüssel kamen am Dienstagabend die Finanzminister der Euro-Zone zusammen, um über einen Ausweg aus der Schuldenkrise zu beraten. Eine Entscheidung fiel auf dem Treffen aber nicht.