@Ahmet Kara ... Ich bedauere meine verspätete Antwort. Aber bevor ich antworte möchte ich mich in Kenntnis gesetzt wissen über die Situation 1919 in Gaziantep. Es ist richtig dass Franzosen und evtl. auch Armenier dort gekämpft haben. Wahrscheinlich auch gegen die Zivilbevölkerung. Dies war aber Kriegsbedingt. Sie dürfen deswegen nicht eine Leugnung des Völkermord rechtfertigen der fast 4 Jahre DAVOR (1915-16) stattgefunden hat.
1919 war das osmanische Reich fast am Ende. Die Entente rückte von Syrien in Richtung Anatolien vor. Zuerst war Gaziantep 1918 von den Briten (Mitglied der Entente) besetz. Später von den Franzosen (wie sie bereits schrieben - 1919). Die Zivilbevölkerung musste sich verteidigen weil sie SELBST einen Volksaufstand begannen. Hier ist Gewalt gegen die Zivilbevölkerung nicht verwunderlich – wenn auch sicherlich nicht gut! http://www.rt-go.de/2011-05-tr/plus/gaziantep.htm ...im nachhinein wurde die Stadt von der Osmanischen Regierung durch Cemal Pascha mit dem Namen "Gazi" (wohl trk. Für Held) geehrt.
Für mich hat diese Situation nichts mit dem Völkermord an den Armeniern zu tun. Chronologisch 3-4 Jahre danach. Ich kann hier auch keine genozide Tendenzen Seitens der Entente feststellen. Dies bitte nicht als Relativierung verstehen – Opfer sind immer tragisch egal auf welcher Seite.
Es tut mir Leid, aber das Ereignis können sie nicht als Untermauerung an der Leugnung des Genozids an den Armeniern nutzen. Das sind zwei paar Schuhe.