Die Leitlinien legen nun vor allem fest, dass es auch Vignetten für kurze Fristen - etwa eine Woche oder kürzer - zu angemessenen Preisen geben muss. Das soll vermeiden, dass etwa Ausländer, die unregelmäßig die Straßen eines Landes benutzen, benachteiligt werden. Eine Orientierung sollten die Vorgaben für die Lkw-Vignette bieten. Demnach darf etwa eine wöchentliche Genehmigung maximal fünf Prozent einer Jahresvignette kosten.
Die Leitlinien sind zudem detailliert darin, wie die Länder über ihre Systeme informieren, welche Formen und Fristen bei der Bezahlung möglich sein und wie die Einhaltung gewährleistet werden sollen. Kallas favorisiert dabei Möglichkeiten, per SMS-Kurznachricht oder Internet Plaketten kaufen zu können - auch kurzfristig.
Kallas schreibt in dem Entwurf, dass automatische Mautsysteme, wie das in Deutschland für die Lkw, Vorteile gegenüber Vignetten haben. Systeme mit Plaketten seien aber einfacher und kostengünstiger umzusetzen. Für den Transitverkehr regt Kallas an, Vignetten zu schaffen, die für mehrere Länder gelten. Zumindest sollten die Systeme aber möglichst eng abgestimmt werden.