Wie durch Gendrift und Genshift neu Grippe-Viren entstehen
In Tests von auf der Insel Sizilien verendeten Schwänen sei das Virus nachgewiesen worden, teilte Gesundheitsminister Francesco Storace am Samstag mit. Die Mehrheit der insgesamt 17 toten untersuchten Vögel sei bislang positiv auf H5N1 getestet worden. Die Untersuchungen würden fortgeführt. Unter anderem solle herausgefunden werden, um welche Form von H5N1 es sich genau handele, fügte Storace hinzu.
Von den regionalen Gesundheitsbehörden hatte es zuvor geheißen, bei den Schwänen könnte es sich um Zugvögel aus Russland handeln. Bisherige Tests in einem Labor auf der Insel hätten eine "milde Form" des H5N1-Virusstamms gezeigt.
In Asien und im Nahen Osten sind seit 2003 mindestens 88 Menschen an H5N1 gestorben. Bislang ist das Virus nicht von Mensch zu Mensch übertragbar. Experten fürchten, dass genau dies passieren könnte. Dann könnte eine weltweite Epidemie mit Millionen Toten die Folge sein.
Sofortmaßnahmen angekündigt
Als Sofortmaßnahme wollte Storace einen Erlass unterzeichnen, der 21 Tage lang Transporte und Handel mit lebenden Tieren verbietet, die von dem Virus gefährdet sind. Jedoch gelte dieses Verbot nur für die betroffenen Regionen, hieß es. "Was die Ernährung betrifft, gibt es keine Probleme, und schon mal gar nicht hinsichtlich des Verzehrs von Hühnern", sagte der Minister.
Das griechische Landwirtschaftsministerium teilte mit, Untersuchungen im englischen Speziallabor Weybridge hätten bei drei Schwänen das H5N1-Virus bestätigt, die nahe der nordgriechischen Stadt Saloniki tot aufgefunden worden waren. Auf der griechischen Insel Skyros wurde unterdessen eine Wildgans positiv auf einen Vogelgrippe-Erreger vom Typ H5 getestet.
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