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Merken   Drucken   23.09.2011, 07:15 Schriftgröße: AAA

Warnung vor Staatspleite: EZB-Mitglied Knot hält griechische Insolvenz für möglich

Athen kämpft gegen die Staatspleite. Doch die Zweifel wachsen, ob das gelingen kann - trotz aller Sparbemühungen. Als erstes EZB-Mitglied bezeichnet der niederländische Notenbankchef Klaas Knot eine Insovenz Griechenlands als ein denkbares Szenario.
© Bild: 2011 Bloomberg/Daniel Acker
Athen kämpft gegen die Staatspleite. Doch die Zweifel wachsen, ob das gelingen kann - trotz aller Sparbemühungen. Als erstes EZB-Mitglied bezeichnet der niederländische Notenbankchef Klaas Knot eine Insovenz Griechenlands als ein denkbares Szenario.
Der neue niederländische Notenbankchef Klaas Knot hat als erster EZB-Währungshüter eine Insolvenz Griechenlands nicht ausgeschlossen. "Es ist eines der Szenarien", sagte Knot in einem Interview der Zeitung "Het Financieele Dagblad".
Er sei lange überzeugt gewesen, dass eine Insolvenz nicht notwendig sei. "Aber die Nachrichten aus Athen sind nicht ermutigend." Er frage sich, ob die Griechen den Ernst der Lage einsähen, wurde Knot zitiert.
Der Notenbanker sitzt im Rat der Europäischen Zentralbank. Griechenland ist hoch verschuldet und benötigt dringend Geld aus dem internationalen Rettungspaket, um im Oktober weiter seine Rechnungen bezahlen zu können. Experten plädieren schon länger für eine Insolvenz Griechenlands.
Japan will nach den Worten von Finanzminister Jun Azumi indes die Euro-Zone im Kampf gegen die Schuldenkrise weiter unterstützen. Dazu gehöre auch der Kauf von Anleihen des Rettungsmechanismus EFSF, sagte Azumi am Donnerstagabend in Washington. Bedingung sei aber, dass Europa selbst versuchen müsse, die Krise zu lösen. Am Rande des G20-Treffens in Washington äußerte sich Azumi zudem über den gestiegenen Wert der japanischen Währung Yen besorgt. Der Wechselkurs schädige die Wirtschaft.
  • Reuters, 23.09.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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