FTD.de » Politik » Europa » Merkel rechnet mit Bankern ab

Merken   Drucken   25.11.2008, 21:17 Schriftgröße: AAA

Zögerliche Kreditvergabe: Merkel rechnet mit Bankern ab  

Die Bundeskanzlerin hat die privaten Banken wegen ihrer zögerlichen Kreditvergabe schwer attackiert. Die Banken müssten endlich wieder mehr Geld verleihen. Statt dessen verhielten sie sich "wie Kaltblüter im Winter". von Peter Ehrlich, Birgit Marschall (Berlin) und Wolfgang Proissl (Brüssel)
Ansonsten werde es "eine Bewegung geben, wo die Wirtschaft selber überlegt, ob sie sich nicht alleine im Bankgeschäft betätigen muss", sagte Merkel am Dienstag in Berlin. "Wenn alle Banken ausfallen, muss man neue gründen."
Die Kanzlerin verschärft ihre Kritik an den Banken damit massiv - und stellt erstmals ihr Geschäftsmodell infrage. Aus der Regierung heißt es, der Interbankenmarkt und die Kreditvergabe an Firmen seien auch vier Wochen nach Inkrafttreten des 500-Mrd.-Euro-Rettungsprogramms für die Branche noch nicht wieder angesprungen. Mehrere Großkonzerne übernehmen daher inzwischen für Lieferanten oder Kunden die Aufgaben der Institute und verleihen Geld.
Derzeit verhielten sich viele Banken "wie Kaltblüter im Winter", sagte Merkel: "Sie bewegen sich nicht. Sie leben zwar, aber sie tun nicht das, was man von ihnen eigentlich erwartet." Wenn die Politik in der Not helfe, habe die Gesellschaft auch die Erwartung an die Akteure, "dass sie ihren Beitrag zum Gemeinwohl leisten und wieder das tun, wofür sie da sind, nämlich Kredite zu vergeben".
Die schleppende Kreditvergabe erschwert Unternehmen den Kampf gegen die Rezession massiv. Wegen der schlechten Wirtschaftsdaten will die Bundesregierung bis Januar Vorschläge für ein zweites Paket zur Ankurbelung der Konjunktur sammeln.
Aus Regierungskreisen hieß es, ein für den 12. Januar geplantes Koalitionsgespräch sei um eine Woche vorverlegt worden, um den anschließenden Klausurtagungen der Parteien und Fraktionen eine Richtung vorgeben zu können. Im Zentrum der Berliner Überlegungen steht derzeit die Senkung von Sozialbeiträgen.

Dieses ist ein kostenpflichtiger Inhalt der FTD. Bitte melden Sie sich an, um fortzufahren!

Abonnenten
Sie haben kostenlosen Zugang zum Weiterlesen oder Herunterladen. Bitte melden Sie ich mit Ihren Zugangsdaten über die Anmeldebox an.

Nicht-Abonnenten
Wenn Sie Interesse an einem FTD-Abo haben, informieren Sie sich über die verschiedenen Abo-Angebote unter www.ftd.de/abo-vergleich.

Alternativ können Sie für den Zugriff auf den gewünschten Inhalt ein Tagesticket erwerben. Für den Erwerb eines Tagestickets müssen Sie bei uns registriert sein (zur Registrierung). Nach Registrierung melden Sie sich einfach über die Anmeldebox an. Anschließend können Sie das Tagesticket erwerben.

Das Tagesticket bietet für 2,50 € einen 24-Stunden-Vollzugriff auf...

  • ...alle Premium-Artikel auf FTD.de
  • ...das aktuelle ePaper (Zeitung als PDF) und 1-Monats-Archiv der FTD
  • ...die Nachmittagsausgabe FTD 17 Uhr (PDF)
  • ...alle Sonderbeilagen der FTD (PDF)
  • ...alle älteren Ausgaben der FTD über einen Archiv-Zugang
  • ...alle archivierten Online-Artikel
Login

Statten Sie Ihre Mitarbeiter oder Key-Accounts mit dem Informationsangebot der FTD aus. Über Unternehmenslösungen für Abonnements oder Online-Zugänge informiert Sie gern unsere Abteilung Business Cooperations, corporate-solutions(at)ftd.de.

Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.de
Bei Fragen oder Problemen zu Ihrer Einzelverkaufsabrechnung wenden Sie sich bitte direkt an Click & Buy
  • Aus der FTD vom 26.11.2008
    © 2008 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  

Den Parameter für die jeweilige Rubrik anpassen: @videoList
  • Wulff-Affäre: Menschen im Hotel

    Die Vorwürfe gegen Bundespräsident Wulff grenzten zuletzt ans Lächerliche, die neuen tun es nicht: Sie legen den Verdacht einer Vorteilsnahme nahe. Es könnte eng werden. mehr

  •  
  • blättern
Tweets von FTD.de Politik-News

Weitere Tweets von FTD.de

Newsletter:   Newsletter: Eilmeldungen Politik

Ob Regierungsauflösung oder Umfragehoch für die Linkspartei - erfahren Sie wichtige Politik-Nachrichten, sobald sie uns erreichen.

Beispiel   |   Datenschutz
 



DEUTSCHLAND

mehr Deutschland

EUROPA

mehr Europa

INTERNATIONAL

mehr International

KONJUNKTUR

mehr Konjunktur

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote