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Merken   Drucken   15.06.2011, 07:19 Schriftgröße: AAA

"AAA" in Gefahr: Bernanke dringt auf Anhebung der Schuldengrenze

Der US-Notenbankchef geht mit den Republikanern hart ins Gericht: Sollten sie eine Lösung im Streit um die Höchstgrenze zur Kreditaufnahme weiter blockieren, würde die US-Wirtschaft stark darunter leiden, warnt er - und damit das Spitzenrating.
© Bild: 2011 dapd
Der US-Notenbankchef geht mit den Republikanern hart ins Gericht: Sollten sie eine Lösung im Streit um die Höchstgrenze zur Kreditaufnahme weiter blockieren, würde die US-Wirtschaft stark darunter leiden, warnt er - und damit das Spitzenrating.
US-Notenbankchef Ben Bernanke hat die Republikaner im Kongress am Dienstag zu einer Anhebung der gesetzlich festgelegten Schuldengrenze aufgefordert. Die Blockade eines entsprechenden Gesetzes könnte der Wirtschaft schaden, warnte er. Sollte es keine schnelle Einigung geben, könnten die USA die höchste Bonitätsnote AAA verlieren und die Sonderrolle des Dollar als Reservewährung beschädigt werden, sagte der Chef der Notenbank.
Schon kurze Verzögerungen bei der Bedienung der Kredite könnten zu schweren Verwerfungen auf dem Finanzmarkt führen, sagte Bernanke. Zudem stehe das Vertrauen in den Dollar und die Kreditwürdigkeit der USA auf dem Spiel.
Bernanke forderte Demokraten und Republikaner auf, einen langfristigen Plan zu entwerfen, um das Haushaltsdefizit in den Griff zu bekommen. Heben die Abgeordneten die Schuldengrenze von 14.300 Mrd. Dollar (10.100 Mrd. Euro) nicht bis zum 2. August an, droht die Zahlungsunfähigkeit. Das heißt nicht, dass ausstehende Staatsanleihen nicht bedient würden. Zunächst würde die Bundesregierung in Washington nichts mehr zahlen, so dass etwa Museen und Nationalparks schließen müssten.
Dennoch hat Bernankes Aussage einen ernsten Hintergrund: Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte bereits angekündigt, dem Land wegen des festgefahrenen politischen Streits über die Haushaltspolitik die Bonitätsbestnote zu entziehen. Nur kurze Zeit später legte Moody's mit einer ähnlichen Warnung nach.
  • FTD.de, 15.06.2011
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