Das liberale Hollywood läuft sich warm für die Entscheidungsschlacht im nächsten Jahr
Und so war Clooney selbstverständlich auch dabei, als Talkshowkönigin Oprah Winfrey Obama zu Ehren Mitte September auf ihrem Anwesen in der Nähe von Santa Barbara in Kalifornien den "Fundraiser of the Year" organisierte, die Spendengala des Jahres. Eintritt musste Clooney nicht bezahlen, um bei Mini-Burgern, Maiskolben und Eistee Stevie Wonder zu lauschen. Die vom Gesetz erlaubte Höchstspende von 2300 $ hatte er schon längst auf das Konto der Obama-Kampagne überwiesen. Schauspieler Will Smith und Ex-Model Cindy Crawford waren ebenso unter den 1500 geladenen Gästen wie Actrice Halle Berry, die erst kürzlich beim Einkaufen mit einem T-Shirt fotografiert worden war, das die Aufschrift "Obama for Change" trug, Obama für den Wechsel.
Das liberale Hollywood läuft sich warm für die Entscheidungsschlacht im nächsten Jahr. Nach der Schlappe 2004 soll es diesmal klappen. Diesmal, so der Plan, müssen die Republikaner aus dem Weißen Haus im fernen Washington vertrieben werden. Die Branche ist die Zwischenrufe aus Washington leid, die sich über Gewalt, Sex und mangelnden Patriotismus in den Produktionen mokieren. Und sie lässt ihre Muskeln spielen: Vor der Präsidentschaftswahl 2004 flossen 69 Prozent der Spenden aus der Unterhaltungsindustrie an die Demokraten. Dieses Mal wird das Ungleichgewicht voraussichtlich noch deutlich größer sein.