Regelmäßig wird die Financial Times Deutschland für ihre herausragende Berichterstattung mit Journalistenpreisen ausgezeichnet. In dieser Serie dokumentieren wir die Beiträge der geehrten Redakteure:
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| Im Visier der Ermittler |
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| Sachsen LB Ende 2007 wurde die Landesbank mit Bürgschaften von rund 17,1 Mrd. Euro gerettet. Kurz darauf begann die Staatsanwaltschaft Leipzig, unterstützt vom Bundeskriminalamt, ein Ermittlungsverfahren gegen fünf frühere Vorstände, darunter Herbert Süß, den früheren Vorstandschef der Landesbank. Schon im Sommer könnte es zu einer Anklage kommen. |
| Landesbank Baden-Württemberg Im Dezember durchsuchten rund 200 Beamte die Bank sowie Privatwohnungen von acht amtierenden und ehemaligen Vorstandsmitgliedern. Unter anderem ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen den früheren LBBW-Chef Siegfried Jaschinski. Der Verdacht: schwere Untreue. Fünf Staatsanwälte und ein Dutzend Polizeibeamte arbeiten an dem Fall. Das Institut erhielt rund 5 Mrd. Euro Kapitalhilfe, darunter rund 3 Mrd. Euro vom Staat, sowie fast 13 Mrd. Euro an Bürgschaften. |
| IKB Nach langen Ermittlungen erhob die Staatsanwaltschaft Düsseldorf im Juli 2009 Anklage gegen den früheren IKB-Chef Stefan Ortseifen. Am 16. März startet der Prozess wegen Kursmanipulation und Untreue. Parallel ermittelt ein externer Sonderprüfer im Auftrag der Kleinaktionäre. Der Staat hatte rund 8 Mrd. Euro Steuergeld zur Rettung der angeschlagenen Bank beigesteuert. |
| HSH Nordbank Das taumelnde Institut wurde 2009 mit einer 3 Mrd. Euro schweren Kapitalspritze der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein vor dem Zusammenbruch bewahrt. Außerdem gewährten die Bundesländer und der Bund insgesamt rund 40 Mrd. Euro Garantien. Sowohl in Hamburg als auch in Kiel arbeiten Parlamentarische Untersuchungsausschüsse den Fall auf. Parallel ermittelt die Staatsanwaltschaft Hamburg unter dem Aktenzeichen 5550 Js 4/09 gegen mehrere Vorstände der Bank, darunter gegen den amtierenden Chef Dirk Jens Nonnenmacher. Der Vorwurf: schwere Untreue. Außerdem wird wegen des Verdachts auf Bilanzfälschung ermittelt. |
| Hypo Real Estate Für die Rettung der inzwischen zwangsverstaatlichten Bank hat der Bund insgesamt rund 100 Mrd. Euro an Kapitalhilfen und Garantien aufgebracht. Bereits wenige Tage nach der ersten Rettungsaktion im Herbst 2008 nahm die Staatsanwaltschaft München Ermittlungen auf, im Dezember 2008 durchsuchten mehr als 80 Beamte die Bank sowie Büros und Wohnungen ehemaliger Manager, darunter Ex-Vorstandschef Georg Funke. Noch in diesem Jahr könne es zu ersten Anklagen kommen. |
| BayernLB Bereits 2008 hatte der Freistaat Bayern dem Institut mit 10 Mrd. Euro geholfen. Sieben Staatsanwälte der Staatsanwaltschaft München ermitteln nun, vor allem wegen Untreue im Zusammenhang mit dem Erwerb der Hypo Group Alpe Adria, die den Steuerzahler allein rund 3,7 Mrd. Euro kostete. Im Oktober 2009 durchsuchten rund 100 Beamte Büros und Wohnungen. Mitte Februar fand abermals eine Razzia statt. Unter Verdacht stehen etliche Ex-Manager wegen Untreue. |