Uno-Generalsekretär Kofi Annan
Die prekäre Sicherheitslage im Irak gefährdet nach Ansicht Annans die für Januar geplante Parlamentswahl. Die Vorbereitungen würden auch dadurch erschwert, dass besonders in den Kommunen eine Wahlverwaltung komplett neu aufgebaut werden müsse, schrieb Annan am Dienstag in einem Bericht an den Weltsicherheitsrat.
Eine vollständige Neuregistrierung der Wahlberechtigten wie in Afghanistan sei bis zum Januar nicht möglich, heißt es in dem Bericht. Daher werde die irakische Wahlkommission versuchen, die Stimmberechtigten anhand der Karteikarten des mittlerweile ausgelaufenen Uno-Programms "Öl-für-Nahrungsmittel" zu identifizieren.
Annan rief die Uno-Mitgliedstaaten erneut auf, Truppen für den Schutz der Uno-Mission im Irak bereitzustellen. Das Uno-Personal arbeite "an der äußersten Grenze des hinnehmbaren Risikos", hieß es. Unter den gegenwärtigen Umständen könnten nicht mehr als 35 internationale Mitarbeiter im Irak eingesetzt werden.