In Fukushima ist die Strahlung so hoch wie nie zuvor.
In Sievert (Sv) wird die biologische Wirkung radioaktiver Strahlung auf Menschen, Tiere oder Pflanzen angegeben. Entscheidend ist die jeweilige Zeiteinheit, auf die die Angaben bezogen werden.Die natürliche Hintergrundstrahlung in Deutschland - verursacht etwa durch radioaktive Substanzen im Boden wie Radon - beträgt im Schnitt 2,4 Millisievert im Jahr und gilt als unbedenklich.
Bei 1000 Millisievert (gleich 1 Sievert) steigt das Risiko, an Krebs zu erkranken, um zehn Prozent. Bei einigen Menschen löst bereits eine Bestrahlung mit 100 Millisievert körperliche Folgen wie Übelkeit und Erbrechen aus. Angesichts der Atomkatastrophe hatte die japanische Regierung die zugelassene jährliche Höchstgrenze für Arbeiter in einem Kernkraftwerk von 100 auf 250 Millisievert angehoben.
14 Kommunalregierungen werden geernteten Reis, Japans traditionelles Grundnahrungsmittel, auf eine mögliche Kontamination mit radioaktivem Cäsium testen, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Das Landwirtschaftsministerium rief die Präfekturen im Norden und Osten Japans dazu auf, den angebauten Reis kurz vor und nach der Ernte zu untersuchen.