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11.02.2012, 15:54
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Aufstand gegen al-Assad:
Dutzende Tote bei Kämpfen in Syrien
© Bild:
2012 Reuters
Die Gewalt in Syrien dauert mit unverminderter Härte an. Erneut kam es zu heftigen Kämpfen in der Rebellenhochburg Homs mit mehreren Toten. Die Arabische Liga will eine Verurteilung des Assad-Regimes zumindest in der Uno-Vollversammlung erreichen.
Vor dem Treffen der Arabischen Liga zum Syrien-Konflikt verstärkt das Regime von Baschar al-Assad erneut seine Angriffe auf die Oppositionshochburgen. Am Samstag wurden landesweit wieder Dutzende Tote gemeldet, die meisten aus der heftig umkämpften Stadt Homs. Saudi-Arabien setzt sich derweil für eine offizielle Verurteilung Syriens durch die Uno-Vollversammlung ein. Die Europäische Union forderte erneut den Rücktritt Assads.
Kein Ende der Gewalt
Blutige Unruhen in Syrien
Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton sagte der "Welt am Sonntag": "Ich bin über die Massaker der syrischen Armee an der eigenen Bevölkerung in Homs zutiefst erschüttert." Die extreme Gewalt müsse aufhören. "Führung verlangt, dass man geht, wenn man das Problem und nicht die Lösung ist. Präsident Assad sollte genau das tun und zurücktreten", sagte sie. Die EU werde mit der Arabischen Liga an einer Lösung arbeiten.
Arabische Liga will Resolution der Uno-Vollversammlung
Die arabische Organisation kommt am Sonntag zu neuen Beratungen über die Krise zusammen. Dabei wird es wohl auch um ein Dokument gehen, dass Saudi-Arabien nach dem Scheitern einer Resolution im Weltsicherheitsrat der Uno-Vollversammlung vorlegen will. In dem dreiseitigen Entwurf wird die Verletzung von Menschenrechten durch das syrische Regime scharf verurteilt, berichtete der US-Fernsehsender CNN am Freitagabend. In dem Papier sei die Rede von Gewalt gegen Zivilisten, willkürlichen Hinrichtungen sowie der Tötung und Verfolgung von Protestierenden. Die Vollversammlung kann zwar offiziell Verurteilungen aussprechen, sie haben aber rein appellativen Charakter.
Beraten müssen die Arabischen Staaten außerdem über die Zukunft der Beobachtermission in dem Land. Der im Dezember begonnene Einsatz hatte die Angriffe des Militärs auf die Zivilbevölkerung nicht beenden können, die Beobachter waren deshalb von der Liga zum Verlassen Syriens aufgefordert worden. Nachgedacht wird nun über eine gemeinsame Mission mit der Uno. Die Vereinten Nationen schätzen, dass etwa 6000 Menschen in dem fast einjährigen Konflikt in Syrien ums Leben gekommen sind.
In Syrien wurde auch am Samstag erneut heftig gekämpft. Nahe der Hauptstadt Damaskus hätten sich Regierungstruppen Gefechte mit Deserteuren geliefert. Die Protesthochburg Homs stand unter massivem Beschuss. Auch aus Al-Kusair an der syrisch-libanesischen Grenze wurden Kämpfe gemeldet. Insgesamt gab es mindestens 40 Tote, davon die meisten in Homs. Wegen der Medienblockade ist eine unabhängige Überprüfung der Meldungen aus Syrien kaum möglich. Auch im benachbarten Libanon gab es lokalen Medien zufolge Ausschreitungen zwischen Anhängern und Gegnern Assads. Dabei seien zwei Menschen getötet worden.
Teil 2: Al-Kaida für Anschlag in Aleppo verantwortlich gemacht
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dpa, 11.02.2012
© 2012 Financial Times Deutschland,
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