Es ist ein starkes Signal, dass nur kurz nach den Europäern auch die Amerikaner die Regeln durchsetzen wollen, zumal die USA die Umsetzung des Vorgängers Basel II verschleppten. Noch überraschender - und deshalb lobenswert - allerdings ist, wie es die Fed anpacken will: strikt und ohne Rücksicht auf die Sonderwünsche der US-Banken, bei denen die Maßnahmen nach wie vor sehr kritisch gesehen werden.
Krach ist also programmiert: Es ist gut, dass es die Fed es darauf ankommen lässt. Denn Basel III ist, bei aller Unzulänglichkeit im Detail, notwendig, um einer neuen globalen Finanzkrise vorzubeugen. Die letzte und noch immer nicht ausgestandene Krise erschütterte die Finanzwelt so stark, weil viele Banken dafür unterkapitalisiert waren und größere externe Schocks wie etwa die Lehman-Pleite 2008 nicht verkrafteten. Die Eigenkapitalregeln für Banken sollen deshalb aus guten Gründen verschärft und zwischen den Staaten harmonisiert werden. In einer globalisierten Finanzwelt springt eine Krise schnell von einem zum anderen Staat und reißt diesen womöglich mit in den Strudel.
Sicher, die Regelungen von Basel III sind nicht perfekt. Sie enthalten teilweise viel zu lange Übergangsfristen - und es ist verständlich, dass sich manche Banken bislang schwertaten mit den neuen Eigenkapitalregeln. Sie fürchten, höhere Vorgaben könnten letztlich dazu führen, dass sie ihre Geschäfte zurückfahren müssen.
Aber "unamerikanisch", wie Jamie Dimon, der Chef der US-Bank JP Morgan Chase , einmal sagte, sind die neuen Regeln bestimmt nicht. Im Gegenteil.
@grünpol, andersherum - Die (Schulden)Staaten sind abhängig von den Gläubigerbanken die wiederum Ihr Geld Zinsgünstig von den Schuldenstaaten via EZB bekommen