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Merken   Drucken   12.08.2009, 12:10 Schriftgröße: AAA

Banker-Vergütung: Briten rudern bei Boni-Begrenzung zurück  

Die Finanzaufsicht FSA unterwirft Banken nun doch keinen spezifischen Vorgaben für die umstrittenen Prämien - aus Angst vor einem Wettbewerbsnachteil. Auch anderswo tun sich Politik und Regulierer schwer, die Zahlungen zu kontrollieren. von Brooke Masters, Patrick Jenkins (London) und Christine Mai (Frankfurt)
Die britische Finanzaufsicht FSA schreckt davor zurück, Banken detaillierten Vorgaben dazu zu unterwerfen, wie sie Boni für ihre Mitarbeiter strukturieren. Grund sei die Sorge, die Institute könnten Mitarbeiter als Konsequenz abziehen und an andere Finanzplätze schicken, womit Großbritannien im internationalen Wettbewerb ins Hintertreffen geraten würde, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen.
Das Einknicken der FSA zeigt, wie schwer es für Politiker und Regulierer ist, die umstrittenen Prämien in den Griff zu bekommen. Exorbitant hohe Bonuszahlungen gelten als ein Auslöser der Krise - die dazu führte, dass das Weltfinanzsystem nahezu kollabierte. Daraufhin wurden viele Geldhäuser weltweit mit Steuergeld gerettet. Auch in den USA und der EU wird an Regeln für die Bezahlung von Bankern und anderen Managern gearbeitet. Es wird jedoch darüber gestritten, wie stark Gesetze und Regulierer eingreifen sollen - weshalb es noch dauern wird, bis diese Länder neue Regeln beschließen.
Da Banken global agieren - und weiter hohe Rückstellungen für Boni bilden - muss jedes Land, das mit harten Vorgaben vorprescht, Wettbewerbsnachteile fürchten. Die Institute beharren darauf, eine gute Vergütung sei essentiell, um talentierte und gewinnbringende Mitarbeiter zu halten. Um wenigstens auf die Bezahlung bei staatlich gestützten Unternehmen Einfluss nehmen zu können, hat die US-Regierung mit Kenneth Feinberg  einen Sonderbeauftragten eingesetzt. Bis Donnerstag müssen Häuser wie Citigroup  Feinberg ihre Vergütungspläne vorlegen, er kann sie dann abnicken oder Nachbesserungen fordern.

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