Nach dem Einbruch im Weihnachtsgeschäft der Einzelhändler steigt damit laut Aussage von Ökonomen der Druck auf die neue Regierung in Washington, das geplante Konjunkturpaket schneller zu verabschieden. Gestern hatte ein einflussreicher Senator, der Demokrat Charles Schumer, gesagt, das Paket könne sogar 850 Mrd. $ (646 Mrd. Euro) ausmachen - 75 Mrd. $ mehr, als bisher diskutiert wurde.
Wie die Währungshüter berichten, sei der Absatz im Weihnachtsgeschäft schwach gewesen. "Die Mehrheit der Distrikte berichtete von Preisnachlässen", hieß es. Auch hätten die schlechten Finanzierungsbedingungen die Wirtschaft getroffen. Erstmals seit längerer Zeit berichteten drei Destrikte von zunehmenden Aktivitäten bei den Dienstleistern. In fast allen Bezirken kam es zu Energiepreisrückgängen.
Kräftig hat sich im Dezember der Abschwung bei den Verbrauchern verstärkt. Die Umsätze der Einzelhändler fielen im Dezember um 2,7 Prozent zum Vormonat, wie das Handelsministerium mitteilte. Anders als noch im November war der starke Rückgang nur teilweise den fallenden Benzinpreisen geschuldet. Sie waren im Schlussmonat 2008 um 16 Prozent gesunken.
Ohne die Umsätze von Tankstellen, Autohändlern und Baumärkten blieb am Ende immer noch ein kräftiges Minus von 1,4 Prozent übrig, wie Dekabank-Ökonom Rudolf Besch errechnet hat. Das sei der stärkste Rückgang seit September 2001. "Die Umsatzentwicklung im Dezember deutet auf einen realen Konsumrückgang hin", sagte Besch. Im November hatte es real - also preisbereinigt - erstmals nach fünf Monaten einen Zuwachs gegeben.