Bericht der Umweltbehörde:Bush rechnet Klimaschutz schlecht
Trotz der jüngsten Zusagen beim G8-Gipfel will Georg W. Bush offenbar keine neuen Maßnahmen im Kampf gegen Treibhausgase ergreifen. Vielleicht, weil er immer noch "mehr Informationen" braucht. Vielleicht aber auch wegen einer ziemlich kruden Rechnung zum Ölpreis.
Man sei übereingekommen, die Entscheidung über striktere Umweltvorgaben zum Beispiel in der Industrie dem nächsten Präsidenten zu überlassen, berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf Regierungsmitarbeiter. Die US-Umweltbehörde EPA wolle im Laufe des Freitags bekanntgeben, dass sie in den kommenden Monaten zunächst mehr Informationen über den Klimawandel und daraus resultierenden Gefahren sammeln wolle, schrieb die "Post".
Das Weiße Haus habe die US-Umweltbehörde EPA außerdem seit Jahren angewiesen, die Folgekosten der Umweltverschmutzung kleinzurechnen, die Kosten für einen besseren Umwelt- und Klimaschutz aber besonders hoch anzusetzen. So seien Maßnahmen zum Einsparen von Erdöl mehreren Regierungs-Papieren zufolge schon deshalb unattraktiv, weil die Behörden einen Rohölpreis von 58 $ pro Barrel (159 Liter) zugrunde legten, berichtete die Zeitung. Tatsächlich liegt der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) derzeit bei etwa 145 $ pro Barrel.
Beim G8-Gipfel im japanischen Toyako hatten die USA sich erstmals zu einem konkreten Reduktionsziel für CO2-Emissionen bekannt. Demnach soll der globale Ausstoß schädlicher Treibhausgase bis 2050 mindestens halbiert werden.
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