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Merken   Drucken   04.04.2009, 11:55 Schriftgröße: AAA

Bluttat in USA: Taliban bekennen sich zu Geiselnahme  

Die Tat war laut einem ranghohen Kommandeur eine Antwort auf Angriffe der US-Streitkräfte im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet. Die Polizei hingegen geht davon aus, dass der Täter allein verantwortlich ist. Der Mann erschoss am Freitag 13 Menschen.
Nach dem Massaker in einem US-Sozialzentrum ist das Motiv des Täter noch völlig rätselhaft. Am Tag nach der Bluttat bekannten sich die radikalislamischen Taliban zu dem Verbrechen. "Ich übernehme die Verantwortung. Das waren meine Männer", sagte der Führer der Taliban in Pakistan, Baitullah Mehsud, dortigen Medien und der britischen BBC am Telefon. Die US-Polizei hatte zuvor keinerlei Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gesehen; zum Motiv des Täters gab es dort Angaben.
Die Polizei geht ersten Erkenntnissen davon aus, dass der 42-Jährige aus Asien stammende Täter alleine für das Blutbad mit 14 Toten verantwortlich ist. Er soll am Freitag um 10.15 Uhr Ortszeit in der Stadt Binghamton, gut 200 Kilometer nordwestlich von New York, mit zwei Handfeuerwaffen das Gebäude der American Civic Association betreten haben. Sofort habe er das Feuer eröffnet.
Die Organisation hilft Einwanderern etwa bei der Job- und Wohnungssuche und bietet Sprachkurse an. Der US-Sender CNN berichtete am Samstag, die Identität des Täters sei den Ermittlern bekannt. Er sei arbeitslos gewesen und habe zuvor als Techniker in einer Staubsauger-Reparaturwerkstatt gearbeitet. Seine Wohnung in einer nahe Binghamton gelegenen Kleinstadt sei bereits durchsucht und auch seine Mutter vernommen worden.
Zeitweise hatte der Schütze nach Angaben der Polizei rund 40 Menschen in seiner Gewalt. Vielen Geiseln gelang es, sich in den Heizungsraum im Keller und in Schränke zu flüchten. Um das Entkommen seiner Opfer zu verhindern, hatte der Täter die Hintertür mit seinem Auto blockiert. "Der Überfall war ganz offensichtlich geplant", sagte der Polizeichef der Stadt, Joseph Zikuski. 13 Menschen starben, vier mussten schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. 37 Geiseln seien unverletzt befreit worden. Viele der Opfer sind offensichtlich Ausländer, die sich um eine Einbürgerung bemühten. Der Täter selber habe sich mit einem Kopfschuss umgebracht.

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  • dpa, 04.04.2009
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