Die Terroristen im Irak versuchten, einen Bürgerkrieg auszulösen, weil ihnen die Stärke für eine direkte Konfrontation der US-Truppen und ihrer irakischen Verbündeten fehle, sagte Bush am Montag in Washington in einer Grundsatzrede vor dem dritten Jahrestag des Beginns des Irak-Krieges.
Bush versprach, dass die USA nicht die Nerven verlören. Einen Zeitplan zum Abzug der rund 130.000 US-Soldaten lehnte Bush erneut ab. Bis zum Ende des Jahres würden die irakischen Sicherheitskräfte mehr Territorium im Irak kontrollieren als die Koalitionstruppen.
Differenzen beilegen
Bush forderte in seiner Rede die irakischen Politiker auf, ihre Differenzen beizulegen und eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden. Die Iraker müssten zeigen, dass sie ihre Lektionen aus der Vergangenheit gelernt hätten, sagte er.
Der US-Präsident verwies zu Beginn des vierten Kriegsjahres auf die Fortschritte im Irak. Bush nannte dabei die Wahlen und das Verfassungsreferendum. "Die Iraker wollen in einer Demokratie leben", sagte Bush.
Unterstützung der internationalen Gemeinschaft gefordert
Bush kündigte einen Plan an, um die Gefahr durch selbst gebaute Sprengstoffkörper für die US-Truppen im Irak zu mindern. Dazu gehörten neue technologische Lösungen sowie eine bessere Ausbildung für US-Truppen, wie diese improvisierten Bomben entdeckt und entschärft werden könnten. Die Explosion selbst gebauter Sprengstoffkörper ist inzwischen zur häufigsten Todesursache für US-Soldaten geworden.
Bush warf zudem der Führung in Teheran vor, an Anschlägen gegen US- Truppen im Irak beteiligt zu sein. Selbst gebaute Sprengstoffkörper hätten Komponenten iranischer Herkunft enthalten. Die USA würden die internationaler Unterstützung suchen, um solchen Gefahren entgegenzuwirken.
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