Hurrikan "Katrina" hat mit seiner Wucht im Süden der USA ganze Städte ausgelöscht, tausende Menschen kamen ums Leben. Der Schaden ist gigantisch. Alle Nachrichten, Bilderserien und Hintergründe hier auf einen Blick.
US-Präsident George W. Bush hat schwere Versäumnisse der US-Regierung nach dem Hurrikan "Katrina" eingeräumt. Er übernahm für mögliche Pannen auf Bundesebene bei der Katastrophenhilfe die Verantwortung.
Behinderte Einwohner von New Orleans warteten auf weitere Hilfe, nachdem sie aus ihrem Pflegeheim evakuiert wurden
"'Katrina' hat schwerwiegende Probleme im Reaktionsvermögen auf allen Ebenen der Regierung offenbart", sagte Bush am Dienstag. "In dem Umfang, in dem die Regierung in Washington nicht richtig gehandelt hat, übernehme ich die Verantwortung. Ich will wissen, was richtig und was falsch gelaufen ist." Zugleich mahnte Bush eine engere Zusammenarbeit der staatlichen und lokalen Behörden an, um künftig Naturkatastrophen besser zu bewältigen.
Zuvor hatte Bush auf Kritik am Krisenmanagement reagiert und den Chef des Katastrophenschutzes ausgewechselt. Seine Zustimmungswerte in der Bevölkerung waren zuletzt deutlich gefallen. Das Weiße Haus kündigte für Donnerstagabend (3 Uhr Freitag MESZ) eine Fernsehansprache Bushs an die Nation zur Hurrikanhilfe an.
45 Tote in Klinik
Im dem von "Katrina" schwer verwüsteten New Orleans haben Einsatzkräfte in einem Krankenhaus indes die Leichen von 45 älteren Patienten gefunden. Die Opfer sind wahrscheinlich nicht an den unmittelbaren Folgen des Wirbelsturms gestorben.
Das Krankenhaus war vor einer Woche geräumt worden, nachdem im Erdgeschoss das Wasser stand. Die Opfer waren aber nach ersten Augenschein nicht durch den Hurrikan oder die Überflutung ums Leben gekommen, sondern durch die große Hitze, weil nach dem Hurrikan der Strom und wenig später auch die Notgeneratoren ausgefallen waren, berichteten lokale Medien.
In vielen Krankenhäusern herrschten Tage nach dem Durchzug des verheerenden Hurrikans vor zwei Wochen katastrophale Zustände. Die Patienten wurden teilweise erst nach mehreren Tagen per Helikopter gerettet.
Die offizielle Totenzahl erhöhte sich damit auf rund 450 Menschen in Louisiana und Mississippi. Die Bergung der Leichen ist allerdings noch längst nicht abgeschlossen. Inzwischen wird auch das Ausmaß der Katastrophe immer deutlicher. Ein Militärsprecher sagte am Dienstag, mehr als 160.000 Häuser seien so stark zerstört, dass sie nicht mehr repariert werden könnten.
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