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Merken   Drucken   21.06.2005, 06:03 Schriftgröße: AAA

Bush setzt auf Europa  

US-Präsident George W. Bush hat das Interesse der USA an einer starken Europäischen Union (EU) betont und an die gemeinsamen Ziele und Werte erinnert. Der US-Präsident sieht die europäische Verfassungskrise nicht als Hindernis.
US-Präsident George W. Bush hofft auf eine weitere Zusammenarbeit ...   US-Präsident George W. Bush hofft auf eine weitere Zusammenarbeit mit der EU
"Meine Botschaft an diese Spitzenpolitiker und Freunde ist, dass wir ein starkes Europa wollen, damit wir gemeinsam daran arbeiten können, wichtige Ziele zu erreichen", sagte Bush nach einem Gipfeltreffen mit dem derzeitigen EU-Ratspräsidenten Jean-Claude Juncker, EU-Kommissionschef Jose Manuel Barroso und EU-Chefdiplomat Javier Solana. Die EU-Vertreter versicherten Bush, dass die Gemeinschaft trotz ihres gescheiterten Krisengipfels am Wochenende handlungsfähig sei. "Wir arbeiten weiter. Wir entscheiden. Und wir sind dieser sehr engen Beziehung zu den USA verpflichtet", sagte Barroso.
Die USA unterstützten eine starke Europäische Union als ein Partner bei der Aufgabe, "auf der ganzen Welt Freiheit, Demokratie, Sicherheit und Wohlstand zu verbreiten", sagte Bush. Als Beispiele nannte er den Konflikt um das iranische Atomprogramm, die Handelsstreitigkeiten mit China und die nötigen Hilfen für den kriegszerstörten Irak, die noch in dieser Woche auf einer gemeinsam von den USA und der EU veranstalteten Konferenz besprochen werden sollen.
Vor allem bei den Themen Iran und Irak hatten die USA und die EU im Februar einen neuen Anfang der Zusammenarbeit gefunden, als Bush nach monatelangen Spannungen die EU sowie mit Frankreich und Deutschland seine größten Irak-Kriegsgegner in Europa besucht hatte. Nach der Ablehnung einer gemeinsamen Verfassung in zentralen EU-Staaten sowie mitten in einem ungelösten Konflikt über die künftige Finanzplanung steckt die Gemeinschaft jedoch inzwischen in einer tiefen Krise.
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